10.Februar 2016
PHW-Gruppe profitiert von Convenience-Trend
 

Der Geflügelkonzern PHW, zu dem auch die Marke Wiesenhof gehört, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag 30.6.2015) mit mehr als 115 Mio. Euro fast doppelt so viel investiert, wie im Vorjahr. Der Umsatz mit Geflügelspezialitäten sank um 3 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro aufgrund eines der Produktionsausfalls bei einem Geflügelbetrieb. Das Unternehmen profitierte von vegetarischen und veganene Wurstvarianten und vom On-the-go-Trend.

Vorstandsvorsitzender Peter Wesjohann hält einen Anteil von vegetarischen und vegangen Produkten von 3 bis 5 Prozent am Wurstmarkt für realistisch. (Foto: Wiesenhof)

Im Ausland legten polnischen, bulgarischen und niederländischen Beteiligungen zu und steuerten rund 392,5 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Dieser stieg um 4,8 Prozent auf 2,38 Mrd. Euro. Insgesamt ist der Absatz der Geflügelspezialitäten für Hähnchen, Pute, Ente, Convenience und Wurst um gut 23 Prozent auf 689.609 Tonnen (Vorjahr: 555.518 Tonnen) gestiegen.

Dies führt das Unternehmen zum einen auf den sich positiv entwickelnden Convenience-Bereich zurück, der um 12,6 Prozent gewachsen ist, und zum anderen auf neu zur PHW-Gruppe gehörende Auslandsgesellschaften. Der Convenience-Trend trug auch dazu bei, dass die Zahl der Beschäftigten deutlich anstieg. Im Berichtsjahr waren bei PHW 6.619 Mitarbeiter beschäftigt – fast 1.500 mehr als im Vorjahr.

Auch die vegetarischen und veganen Produkte sind sowohl beim Handel als auch bei den Verbrauchern auf gut angekommen. „Wir versprechen uns daher für das neue Jahr weitere Absatzzuwächse in diesem Segment und sehen langfristig einen Anteil von 3 bis 5 Prozent am Wurstmarkt als realistisch an“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Peter Wesjohann.

2016 liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf den Tierwohl-Produkten der Gruppe, teilte das Unternehmen mit. Sowohl bei Wiesenhof „Privathof-Geflügel“ als auch bei dem Aufzuchtkonzept „Kip van morgen“ sollen die Konzepte weiter ausgebaut und der Absatz gesteigert werden.