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Beliebtheit trockener Weine und Rosés steigt

Laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) wurden im letzten Jahr 51 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten – ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von Jenny Rommel | Fotos: Adobe Stock/Andrii Zastrozhnov

Wie das DWI weiter mitteilt, wuchs der Anteil der trockenen Weine im Vergleich zu 2013 um acht Prozent, im Vergleich zu 2003 um 15 Prozentpunkte. Der Anteil der lieblichen und süßen Weine blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 29. Prozent.

Roséweine im Trend

Die deutsche Roséweinproduktion erreichte letztes Jahr einen Rekordwert. Der Anteil qualitätsgeprüfter Roséweine stieg von 13 auf 16 Prozent, was einer Zunahme von 200.000 Hektolitern auf insgesamt rund 1,1 Millionen Hektoliter entspricht. Sommelière und Kolumnistin Natalie Lumpp bestätigt uns in diesem Zusammenhang: „Früher galt der Roséwein als ‚Nicht Fisch – nicht Fleisch‘. Damals war er eher ein ‚Abfallprodukt‘. Wenn die Qualität nicht für Rotwein reichte, wurden daraus Roséweine gekeltert. Heute bestechen sie mit ihrer Klarheit und ihrer wunderbaren Fruchtigkeit. Die Qualitäten überzeugen Verbraucher immer mehr.“ Diese Zunahme der deutschen Roséweinproduktion ging auf Kosten der Rotweine, die nun nur noch 18 Prozent der deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine ausmachen. Der Anteil qualitätsgeprüfter Weißweine blieb 2023 mit 66 Prozent unverändert.

Die Basis der Daten bildet die bundesweite Qualitätsweinprüfung. Im Jahr 2023 haben etwa sieben Millionen Hektoliter Qualitäts- und Prädikatswein die Qualitätsweinprüfung erfolgreich durchlaufen, was ungefähr 95 Prozent der deutschen Weinproduktion ausmacht.

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