Coca-Cola European Partners Deutschland will mehrere Standorte schließen

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Coca-Cola European Partners Deutschland beabsichtigt, die Standorte in Ziesendorf, Hamburg, Münster, Kenn und Ramstein zu schließen und die Logistik-Aktivitäten zum Teil an andere Standorte zu verlagern. Neben der Neuaufstellung der Cold Drink Operations (CDO) sind Bündelungen und Vereinfachungen in den Bereichen Logistik, Customer Service, Vending und Verkauf & Marketing geplant. Insgesamt sind von den Maßnahmen 313 Arbeitsplätze betroffen.

Im Zuge der weiteren Bündelung seines Logistiknetzwerks plant Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE), die Standorte in Ziesendorf, Hamburg, Münster, Kenn und Ramstein zu schließen. Dabei sollen die Logistik-Aktivitäten zum Teil an andere Standorte verlagert und die verbleibenden Aufgaben an externe Partner übertragen werden. Die Außendienstmitarbeiter aus dem Vertrieb und technischen Service an den jeweiligen Standorten sind von den geplanten Schließungen nicht betroffen.

Das Unternehmen begründet die jüngste Entscheidung mit veränderten Bedürfnisse der Handels- und Gastronomie-Kunden, die einen immer größeren Teil der produzierten Ware direkt von den bundesweit 16 Produktionsstandorten beziehen würden – entweder werde die Ware von dort in die Zentralläger der Kunden geliefert oder von den Kunden direkt am Produktionsstandort übernommen. Dies führe an einigen Logistikstandorten des Unternehmens zu einer deutlich geringeren Auslastung. In der Folge könne CCEP DE diese Standorte nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Daneben beabsichtigt das Unternehmen, die Cold Drink Operations (CDO), den Service für die Kühlgeräte und Automaten, neu aufzustellen. Mit der geplanten Schließung des Standortes Hamburg sollen Reparaturen an den Standorten Hamm, Mainz und Urbach konzentriert werden.

Zusätzlich sind Bündelungen und Vereinfachungen in den Bereichen Logistik, Customer Service (Kundenbetreuung), Vending und Verkauf & Marketing geplant.

„Uns ist bewusst, dass die geplanten Veränderungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sehr schmerzhaft sind. Sie sind jedoch notwendig, um in einem umkämpften und dynamischen Markt unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unser Geschäft zukunftssicher zu machen“, sagt Felicitas von Kyaw, Geschäftsführerin Personal. Grundlage für die Umsetzung der Veränderungen ist der geltende Strukturtarifvertrag zwischen Coca-Cola und den Arbeitnehmervertretern.

Von den geplanten Maßnahmen sind laut CCEP DE insgesamt 313 Arbeitsplätze betroffen. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Deshalb würden – wo immer es möglich sei – einvernehmliche Lösungen und alternative Stellen an anderen Standorten für betroffene Mitarbeiter gesucht. Dabei biete Coca-Cola ein finanziell attraktives Abfindungspaket, das deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.

Zurück