Coronavirus: Händler verschärfen Regeln für Supermarktzugang

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Rewe | Drucken
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    Abstandsregel in einem Rewe-Markt.

Vielerorts müssen Lebensmittelhändler aufgrund des Coronavirus den Zugang zu ihren Märkten einschränken. Teilweise darf nur eine begrenzte Zahl an Kunden den Markt betreten. Auch Abgabebeschränkungen werden punktuell umgesetzt.

Immer öfter findet man in den sozialen Medien Ankündigungen von Händlern, die den Zugang zu ihren Märkten beschränken. Bei einigen Supermärkten werden auch Abgabebeschränkungen verkündet. Damit wollen die Marktbetreiber die Gesundheit der Mitarbeiter schützen sowie Hamsterkäufe verhindern - und gleichzeitig die Auflagen örtlicher Ordnungsämter erfüllen.

Viele Händler haben die Regel eingeführt, wonach Kunden nur allein und mit einem Einkaufswagen in den Markt dürfen. Sind alle Einkaufswagen weg, müssen die Käufer vor der Tür warten. Das soll auch verhindern, dass ganze Familien gemeinsam einkaufen gehen, was das Übertragungsrisiko erhöht.

Eine andere Variante ist die Festlegung einer maximalen Zahl von Kunden, die den Markt betreten dürfen. Um diese Maßnahmen zu gewährleisten werden mancherorts sogar Security-Kräfte engagiert. Das ist etwa bei einigen Tegut-Märkten der Fall. "Mit dieser Maßnahme kommen wir den aktuellen Auflagen der Ordnungsämter nach, nur eine gewisse Anzahl an Kunden gleichzeitig im Markt einkaufen zu lassen", sagt Tegut dazu.

Abgabebeschränkungen sind derzeit nur punktuell zu beobachten - meistens dort, wo das Hamstern Überhand nimmt. Bei Edeka Höner im Rheinland heißt es etwa: "1x Toilettenpapier, 1x Knäckebrot, 2x Zucker, Mehl, Nudeln, Reis, 2x Konserven und Fertiggerichte, 2x Seife." Weiter heißt es auf einer Kundenmitteilung im Markt: "Wir bitten Sie darum, von Diskussionen abzusehen."

Ein Rewe-Sprecher sagte gegenüber der RUNDSCHAU, die Zentrale mache aufgrund der föderalen Anforderungen keine bundesweite Vorgaben zum Zugang- und Abgabeeinschränkungen. "Sofern es auf kommunaler Ebene aufgrund von Erlässen von Städten und Gemeinden zu Sonderregelungen kommt, suchen wir nach Lösungen im Austausch mit den lokalen Ordnungsämtern." Auch Edeka sagt dazu: "Wir stehen diesbezüglich in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und Gesundheitsämtern." Die Kaufleute vor Ort würden schnell reagiern und sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Zahlreiche Händler haben bereits zum Schutz der Mitarbeiter Plexiglas-Trennwände im Kassenbereich aufgestelt sowie Bodenmarkierungen eingeführt - etwa vor der Theke - die den Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleisten sollen. Zudem bitten die Händler die Kundschaft, möglichst mit Karte zu bezahlen, um den Kontakt über Geldscheine und Münzen zu vermeiden.

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