Edeka Südwest attackiert Discounter in offenem Brief

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Mit einem Inserat in den großen Tageszeitungen im Südwesten wenden sich die Kaufleute von Edeka Südwest in einem offenen Brief an die Verbraucher der Region und greifen dabei den Discount scharf an.

Im Brief an die "liebe Kundinnen und Kunden" heißt es wörtlich: "im Zuge der Mehrwertsteuersenkung werben im deutschen Lebensmitteleinzelhandel derzeit alle Anbieter mit ihren günstigsten Preisen. Im Vergleich scheint immer derjenige besser abzuschneiden, der den jeweiligen Warenkorb zusammengestellt und die entsprechende Werbeanzeige geschaltet hat. Auch eine Analyse- und Beratungsgesellschaft wie ServiceValue zeigt als Momentaufnahme einmal ein Ranking, das nach einer zweiten Untersuchung ein paar Tage später bereits ganz anders aussieht".

Der Discount sorgt laut Edeka gerade dafür, dass viele Lebensmittel "so günstig wie kaum woanders sind". Damit liege ein besonderer Druck auf der gesamten Wertschöpfungskette. "Fakt ist aber ebenso, dass der Preis für ein Produkt nicht das alleinige Kriterium sein muss", heißt es im Brief. "Wir können hierzulande aus einer schier unerschöpflichen Vielfalt auswählen, die Mehrwerte bietet, zum Beispiel in Bezug auf Regionalität, Tierwohl, Frische, Genuss und Qualität", wirbt der Vollsortimenter für sich.

Danach kommt der Frontalangriff: "Wir versichern Ihnen: Den Weg zum Discounter können Sie sich sparen! Aldi & Co. bieten Ihnen ein Preiseinstiegssortiment von rund 1.500 verschiedenen Artikeln. Mit unserer Eigenmarke Gut&Günstig führen wir ein ebenso umfangreiches Sortiment – zum vergleichbaren Preis."

Edeka preist im Brief zudem andere Vorteile des Verbunds: "Edeka bietet Ihnen, je nach Marktgröße, bis zu 50.000 Produkte. Die selbständigen Kaufleute unseres Unternehmensverbunds gehören zu den führenden Anbietern regionaler und lokaler Lebensmittel im Südwesten. Wir gehen schnell und flexibel auf Ihre Wünsche vor Ort ein und bieten Obst und Gemüse von nebenan ebenso wie Produkte kleiner Existenzgründer bis hin zu Waren regionaler Erzeugergemeinschaften."

Auch die Tatsache, dass "bis zu 2.800 verschiedene Artikel in Bio-Qualität" angeboten wird, wird erwähnt. Zudem arbeite der Verbund "seit mehr als zehn Jahren erfolgreich mit dem WWF zusammen." Zum Schluss heißt es: "Wir können nicht nur günstig. Wir können mehr! Keiner bietet so viele Alternativen wie wir. Damit unterstützen wir Sie dabei, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen und bieten Ihnen Genuss-Vielfalt."

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