EHI-Studie: Kauf auf Rechnung bei Online-Shoppern weiterhin beliebt

Von Mirko Jeschke | Fotos: EHI | Drucken

Nach ersten Ergebnissen der diesjährigen EHI-Studie „Online-Payment 2019“ ist der Kauf auf Rechnung bei Online-Shoppern noch immer beliebt und bleibt, trotz leichter Einbußen, die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen Onlinehandel. Gleichzeitig wird PayPal beim Online-Kauf beliebter.

Der Kauf auf Rechnung ist bei Online-Shoppern noch immer beliebt und bleibt, trotz leichter Einbußen, die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen Onlinehandel. Gleichzeitig wird PayPal beim Online-Kauf beliebter. Dies geht aus der diesjährigen EHI-Studie „Online-Payment 2019“ hervor. Vor dem Inkrafttreten der neuen Anforderungen zur Sicherheit im Online-Payment in wenigen Monaten, nutze bereits der Großteil der befragten Onlinehändler den Sicherheitsstandard 3D-Secure (3DS). Einige Händler berichten jedoch, dass es im Zuge der starken Kundenauthentifizierung (SCA) zu mehr Kaufabbrüchen sowie Beschwerden bei Kreditkartenzahlungen und gesunkenen Kreditkartenumsätzen kommt.

Laut der EHI-Studie hält der Rechnungskauf weiterhin seine Position als beliebtestes Zahlungsmittel beim Online-Shoppen. Mit einem Umsatzanteil von 27,9 Prozent in 2018 verliert die Rechnung gegenüber dem Vorjahr 0,1 Prozentpunkte. PayPal legt als zweitliebstes Zahlungsmittel hingegen um 0,6 Prozentpunkte leicht zu und landet 2018 bei einem Anteil von 20,5 Prozent. Auf Rang drei rangiert das Lastschriftverfahren, das gegenüber 2017 ebenfalls 0,4 Prozentpunkte eingebüßt hat, mit einem Umsatzanteil von 19,7 Prozent. Die Kreditkarte befindet sich weiterhin auf Platz vier mit einem Anteil von 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,0 Prozent).

Ab dem 14. September 2019 gelten für Kreditkartenzahlungen im Internet die neuen Anforderungen der Payment Service Directive 2 (PSD2) zur starken Kundenauthentifizierung. Zur Gewährleistung der SCA nutzen bereits 68 Prozent der befragten Onlinehändler grundsätzlich den Sicherheitsstandard 3DS, im Vorjahr war es erst gut die Hälfte (55 Prozent). Zusätzlich geben 16 Prozent der Händler an, 3DS nur unter bestimmten Voraussetzungen zu nutzen. Den übrigen Händlern ist der Sicherheitsstandard gar nicht bekannt.

Durch die zusätzliche Sicherheitsprüfung wird der Check-out per Kreditkarte im Internet allerdings deutlich komplexer. Das hat diverse Auswirkungen auf den Checkout-Prozess. So beobachten 40 Prozent der befragten Händler, die 3DS nutzen, mehr Kaufabbrüche nach Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte. Laut einem guten Drittel (37 Prozent) der Händler führt der Sicherheitsschritt aber nicht oder nur kaum zu Abbrüchen beim Bezahlen. 3 Prozent berichten sogar von weniger Abbrüchen. Die übrigen 20 Prozent haben sich zu der Frage nicht geäußert. Von gesunkenen Kreditkartenumsätzen berichten 37 Prozent. Dagegen sind die Umsätze bei 7 Prozent sogar gestiegen. Mehr Kundenanfragen und -beschwerden infolge der Nutzung von 3DS beobachten 27 Prozent der Onlinehändler. Der Großteil (57 Prozent) konnte diesbezüglich aber keine oder nur kaum Veränderungen feststellen.

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