Medienbericht: Bei Real drohen 10.000 Stellenstreichungen

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Im Zuge des Verkaufs der SB-Warenhauskette Real an das deutsch-russische Konsortium X-Bricks könnten insgesamt rund 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Entsprechende Befürchtungen äußerte der Metro-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Werner Klockhaus in einem Zeitungsinterview.

Vor dem geplanten Verkauf der SB-Warenhauskette Real an das Handelsimmobilien-Konsortium bestehend aus SCP Group und X+Bricks befürchtet Werner Klockhaus, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Real-Muttergesellschaft Metro, einen umfassenden Personalabbau. Wie Klockhaus der „Süddeutschen Zeitung" mitteilte, rechnet der Gesamtbetriebsrat demnach mit etwa 10.000 Stellenstreichungen, was fast jedem dritten Arbeitsplatz entspräche. Derzeit beschäftigt Real rund 34.000 Mitarbeiter. Bereits Anfang Dezember hatte Metro mitgeteilt, dass die Gespräche über den Verkauf aller knapp 280 Märkte mit dem deutsch-russischen Konsortium bis zum 31. Januar 2020 mit einer Vertragsunterzeichnung abgeschlossen werden sollen.

Wie aus dem Zeitungsbericht hervorgeht, würden die meisten Mitarbeiter laut Klockhaus durch Filialschließungen ihren Arbeitsplatz verlieren. "Man darf von rund 50 Schließungsmärkten oder mehr ausgehen", sagte der Gesamtbetriebsratschef und stellvertretende Vorsitzende des Metro-Aufsichtsrats. "Wenn man pro Markt 120 Mitarbeiter zählt, wären das schon 6.000 Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz verlieren", so Klockhaus.

Sollte das Konsortium die Real-Märkte an Wettbewerber weiterreichen und diese komplette Abteilungen schließen, würden voraussichtlich weitere 4.000 Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt, so Klockhaus. Neben der Zentralverwaltung in Düsseldorf wären auch die Bereiche Logistik, Werbung und IT von den Kürzungen betroffen.

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