Mehr Kartenzahlung aus Rücksicht auf Kassenpersonal

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken

Der Respekt vor dem Kassenpersonal ist im Lebensmittelhandel der stärkste Beweggrund für Kunden, vermehrt mit Karte zu bezahlen. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Infas Quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme.

Aus Rücksicht auf das Kassenpersonal zahlen immer mehr Kunden im Handel mit Karte. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Infas Quo in einer repräsentativen Onlineumfrage in Deutschland, die von der Initiative Deutsche Zahlungssysteme in Auftrag gegeben wurde. Mit der Zustimmung von 67 Prozent der Befragten gilt der Respekt vor dem Personal vor allem im Lebensmittelhandel als Haupttreiber für eine derzeitige Kartenzahlung. Weitere Beweggründe sind Hygiene-Aspekte (56 Prozent) sowie die Bitten der Händler, bargeldlos zu bezahlen (44 Prozent).

Insgesamt geben 41 Prozent der Befragten an, jetzt häufiger mit ihrer Girocard zu bezahlen als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Inklusive der Kreditkartennutzer sind es 57 Prozent der Befragten, die aktuell vermehrt mit Karte bezahlen. Damit einher geht auch ein Verzicht auf Bargeld: 47 Prozent der Befragten haben ihren Bargeldeinsatz in letzter Zeit deutlich reduziert.

Das veränderte Bezahlverhalten spiegelt sich dabei in allen Altersgruppen wider. Selbst mehr als ein Drittel der Kunden ab 60 Jahren greift aktuell zur Girocard. 41 Prozent setzen hingegen weiterhin auf Bargeld.

Auch für die Zukunft bleibt die Karte beliebt

Das Marktforschungsinstitut betont, dass in dieser Zeit immer mehr Personen die Vorteile der berührungslosen Bezahlverfahren erkennen. Aktuell geben 55 Prozent der Besitzer einer Girocard kontaktlos an, das berührungslose Bezahlen derzeit verstärkt zu nutzen. Jeder Zweite von ihnen möchte die kontaktlose Karte darüber hinaus auch in Zukunft häufiger einsetzen. Knapp jeder Fünfte kann sich zudem vorstellen, in Zukunft mit dem Smartphone zu bezahlen. Unter den jungen Befragten sind es 23 Prozent, aber auch 12 Prozent der über 60-Jährigen können sich das vorstellen.

Zurück