Metro: Stabiler Halbjahresumsatz und rückläufiges EBIT

Von Mirko Jeschke | Fotos: Metro | Drucken

Der Metro-Konzern hat für das erste Halbjahr 2017/18 bei einem nahezu stabilen Umsatz ein rückläufiges operatives Ergebnis ausgewiesen. Der Deutschland-Umsatz konnte dagegen leicht zulegen. Für das Gesamtjahr wurde die zuletzt angepasste Planung bestätigt.

Der Handelskonzern Metro hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 einen Umsatz von knapp 18,6 Milliarden Euro erwirtschaftet, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,3 Prozent bedeutet. Die Entwicklung ist vor allem auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz dagegen um 1,3 Prozent, wobei sowohl Metro Wholesale als auch Real zu dieser Entwicklung beigetragen haben. In Deutschland verzeichnete Metro einen Umsatzanstieg um 2,0 Prozent (flächenbereinigt: +2,6 Prozent).

Das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen stieg in den ersten sechs Monaten auf 761 Millionen Euro, nach 742 Millionen Euro im Vorjahr, während das berichtete EBITDA von 859 Millionen Euro auf 769 Millionen Euro abnahm. Das EBIT sank angesichts einer deutlich schwächeren Entwicklung in Russland und Asien um 18 Prozent auf 413 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu erhöhte sich das Periodenergebnis im ersten Geschäftshalbjahr um 9,5 Prozent auf 181 Millionen Euro.

Im zweiten Quartal wies der Konzern beim Umsatz einen Rückgang um 0,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro aus; das EBIT rutschte mit -18 Millionen Euro (Vorjahr: 78 Millionen Euro) in die Verlustzone. „Wir sind im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 bei Metro Wholesale flächenbereinigt weiter gewachsen und haben eine positive Entwicklung bei Real erzielt. Zudem verzeichnen wir weiterhin dynamische Zuwächse beim Belieferungs- und Onlinegeschäft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Olaf Koch. „Die Geschäftsentwicklung in Russland und negative Wechselkurseffekte haben Umsatz und Ergebnis jedoch stark belastet. Mit einer neuen Preispolitik, intensivierten Verkaufsinitiativen sowie einer verstärkten Unterstützung für unabhängige Einzelhändler haben wir bereits im vergangenen Quartal Maßnahmen eingeleitet, um das Geschäft in Russland zurück auf den Wachstumspfad zu führen. Wir sind darüber hinaus zuversichtlich, dass wir nunmehr innerhalb unseres Planes ab Sommer wettbewerbsfähige Entgelte für Neueinstellungen bei Real anwenden können.“

Für das gesamte Geschäftsjahr 2017/18 bestätigte der Konzern seine Mitte April nach unten korrigierten Prognose und rechnet demnach weiterhin mit einem Umsatzplus von mindestens 0,5 Prozent sowie einer leichten Steigerung des bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr.

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