Süßwaren: Hitze lässt Umsätze schmilzen

Von Dominique Snjka | Fotos: Fotolia | Drucken
  • Die Hitze lässt die Umsätze bei Süßwaren schmelzen.

Für viele Shopper war der Sommer zu warm für Süßigkeiten: Die langanhaltende Hitzeperiode im Juli und August hat die Süßwarenumsätze im deutschen Handel gedrückt. Ob die Branche noch aufholen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Für viele Shopper war der Sommer zu warm für Süßigkeiten: Die langanhaltende Hitzeperiode im Juli und August hat die Süßwarenumsätze im deutschen Handel gedrückt. Während die Erlöse in der Halbjahresbilanz 2018 noch um 0,5 Prozent über Vorjahresniveau lagen, gingen die Umsätze im zweiten Halbjahr um 1,6 Prozent auf 7,95 Milliarden Euro runter, wie der Internationale Süßwarenhandelsverband Sweets Global Net-work (SG) unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsinstituts IRI mitteilt.

Hans Strohmaier, Vorstandsvorsitzender von Sweets Global Network: „Die ungewöhnlich intensive und lange Hitzeperiode hat natürlich dazu geführt, dass die Verbraucher auf Schokoladenprodukte und auf Süßgebäck mit Schokoladenanteil verzichtet haben. In der Folge wird es in diesem Jahr für unsere Branche nicht leicht sein, dieses deutliche Minus wieder aufzuholen. Gerade die Monate Oktober und November sind in diesem Zusammenhang von elementarer Bedeutung. Auch hier wird es darauf ankommen, wie sich die Temperaturen in den nächsten Wochen entwickeln werden. Es bleibt deshalb weiterhin eine schwierige Aufgabe, die Umsatzzahlen aus 2017 erreichen zu können.“

Die konkreten Zahlen: Das Absatzvolumen sank bis Ende August um 3,6 Prozent auf 1,087 Mio. Tonnen (Basis: LEH + Drogeriemärkte + Hard-Discounter + Tankstellen). Salzige Snacks waren die einzige Kategorie mit einem Umsatzplus (+ 5,7 Prozent) auf gut  2 Milliarden Euro und einem erhöhten Absatzvolumen (+ 2,9 %) von 259.449 Tonnen. Die Anbieter von Schokowaren (ohne Saison) verloren sowohl im Wert (- 2,4 %; 3,2 Milliarden Euro) als auch in der Menge (- 3,4 %; 325.419 Tonnen). Bei der Produktgruppe Süßgebäck und Kuchen fielen die Rückgänge von Umsatz (- 6,2 %; 1,4 Milliarden Euro) und Absatz (- 8,0 %; 272.118 t) noch deutlicher aus. Auch die Produktgruppe Zuckerwaren blieb von starken Einbußen bei Umsatz (- 4,8 %; 1,3 Milliarden Euro) und Absatz (- 5,5 %; 230.332 t) nicht verschont. Für das Kaugummi-Segment errechneten die Marktforscher von IRI ein Umsatzminus von 1,9 Prozent auf 322,3 Mio. Euro bei einem Absatzrückgang um 3,1 Prozent auf 224,8 Millionen Stück.

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