Veltins mit zweithöchstem Halbjahresausstoß

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Nach dem Ausbleiben eines erneuten Jahrhundertsommers hat Veltins im ersten Halbjahr 2019 einen leichten Rückgang beim Ausstoß um 2,4 Prozent verzeichnet. Trotzdem erreichte die Brauerei den zweitstärksten Halbjahresausstoß ihrer Geschichte. Die Erwartungen für die weitere Geschäftsentwicklung im Biermarkt im zweiten Halbjahr fallen indes gedämpft aus.

Die Brauerei Veltins hat in den ersten sechs Monaten 2019 nach eigenen Angaben erwartungsgemäß leicht an Menge eingebüßt, konnte aber dennoch mit dem zweitstärksten Halbjahresausstoß der Geschichte abschließen. Der Ausstoß von 1,57 Millionen Hektoliter (hl) gab um 2,1 Prozent nach, während die Marke Grevensteiner weiter um 16,0 Prozent gewachsen ist. Vor allem die Monate Mai und Juni hätten den Brauereien deutschlandweit zu schaffen gemacht, weil sie nicht annähernd die Absatzkraft des hochsommerlichen Vorjahres entwickelt hätten. „Wir sind absolut zufrieden und bewegen uns damit erneut über dem Marktniveau“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber.

Laut Veltins habe man nach dem Ausnahmejahr 2018 dennoch den Rückenwind mitnehmen können und sei in der Zweijahresbetrachtung immer noch um 5,5 Prozent gewachsen. Nach einem erneuten Fassbierzuwachs um 1,4 Prozent will das Traditionsunternehmen sein Engagement in der Gastronomie weiter stärken. „Wir werden unsere Investitionskraft in der Gastronomie trotz der strukturellen Veränderungen auch im nächsten Jahrzehnt mit unverminderter Intensität fortsetzen“, kündigte Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb an. „Das Geschäft an der Theke ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Marken-DNA!“ Mit einem Fassbieranteil von 17 Prozent zählt Veltins zu den ausgeprägt gastronomieorientierten Brauereien.

Während beim Pils das Flaschenbiergeschäft mit einem Ausstoß von 856.910 hl erwartungsgemäß um 4,9 Prozent nachgab, legte die Dose angesichts wachsender Nachfrage um 13,2 Prozent zu. Mit der Marke Grevensteiner ist Veltins um 16,0 Prozent auf 126.040 hl gewachsen. Die Marke V+ trug 185.960 hl zum Ausstoßergebnis im ersten Halbjahr bei.

Allein in den ersten sechs Monaten verlor der nationale Biermarkt nach der Veltins-Prognose vornehmlich witterungsbedingt so stark wie seit Jahren nicht mehr: Rund 1,4 Millionen hl Marktvolumen sind passé – umgerechnet fehlt deutschlandweit der Verkauf von 14,5 Millionen Bierkästen. Die Erwartungen für die weitere Geschäftsentwicklung im Biermarkt fallen nach der Einschätzung des Veltins-Generalbevollmächtigten Michael Huber im zweiten Halbjahr 2019 gedämpft aus, nachdem ein großer Teil des Sommerpotenzials bereits erloschen sei. „2019 wird für Deutschlands Brauereien zu einem verlustreichen Jahr. Eine grundsätzliche Erholung der Absatzsituation bis Jahresende ist unrealistisch, sodass der Biermarkt mit einem deutlichen Volumenverlust schließen wird.“

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