Marina Hamann, Mirjam und Lars Knobloch: Emotionen für Lachs und Liebling

Von Martina Kausch | Fotos: Heiko Rhode | Drucken
  • Marina Hamann, Lars und Mirjam Knobloch (v.l.) bilden die Geschäftsführung von Krone Fisch.

Mit Einführung der Submarke „Mein Liebling“ in den Varianten Lachs, Forelle und Garnele hat Krone die Räucherfischkategorie aufgemischt. Das Familienunternehmen möchte sich in Richtung Feinkost entwickeln.

Fünf Hunde, ein Baby und wie an jedem Tag Räucherfischverkostung – das erlebt man bei einem Recherchetermin bei Krone Fisch in Steinbach. Hier im beschaulichen Städtchen im Taunus führt der Weg im Industriegebiet über einen typischen Asphaltplatz vorbei am Lkw-Fuhrpark zum unspektakulären Firmeneingang. Aber im zweiten Stock wechselt die Atmosphäre. Plötzlich steht man in modern designten Büros neben einem Aquarium, zwischen Meeresdeko und vor großformatigen Fotografien von Dünen und Fjordlandschaften. „Wir sind ein Familienunternehmen“, strahlt Mirjam Knobloch mit zehn Monate alter Tochter auf dem Arm dem Besucher entgegen, während große und kleine Hunde um die Füße streichen. Später wird sie die Vorteile einer solchen Struktur hervorheben: innovativ, schnell, reaktionsbereit. Zuerst erklärt sie, warum man hier täglich die aus der Verarbeitung in Litauen und Polen ankommenden Chargen verkostet: „Kalt geräucherter Lachs ist ein sehr sensibles Lebensmittel, da müssen Frische und Qualität jederzeit stimmen.“ Seit ihrem Einstieg ins Unternehmen ihres Mannes 2018 ist sie neben Lars Knobloch und Marina Hamann Mitglied der Geschäftsführung. 30 Mitarbeiter hat das Handelsunternehmen.

Genau die erwähnten Qualitäten seien es, die Krone Fisch so erfolgreich machen, berichtet Lars Knobloch. „Wir sind seit 50 Jahren mit Räucherfischprodukten auf dem Markt, wir können sehr gut einschätzen, was der Kunde erwartet.“ 1972 wurde das Unternehmen in Frankfurt gegründet. „Mitte der 90er-Jahre lag der Umsatz noch bei zehn Millionen D-Mark“, erzählt Knobloch. Man war von Anfang an innovativ, führte Lachs-Carpaccio und -Tatar auf dem deutschen Markt ein. 2018 lag der Umsatz bei 140 Millionen Euro, 10.500 Tonnen Fisch wurden verarbeitet. Diese Innovationskraft hat sich das Unternehmen erhalten.

Die Idee des früheren Geschäftsführers Ralph Ziegelmeier, ein „junges“ Produkt für neue Käuferschichten zu entwickeln, gab Krone in den vergangenen Jahren einen wahren Wachstumsschub. Die Subbrand „Mein Liebling“ wurde Ende 2017 mit Räucherlachs eingeführt und hat ihren Umsatz 2018 verfünffacht. Die „Liebling“-Familie wächst, zumal der Verbraucher die ASC- und FSC-Zertifizierung honoriert. Von den Bereichen Hering und Surimi trennte man sich allerdings, denn: „Die Strategie geht in Richtung Feinkost.“

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