Rainforest Alliance: „Alles auf Anfang“

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken

2018 haben sich Rainforest Alliance und Utz verbündet, seit kurzem ist das neue Zertifizierungsprogramm da. Michael Spandern, Regional Lead DACH, erklärt im Interview mit der RUNDSCHAU, was sich verändert hat.

Herr Spandern, wie kam das neue Zertifizierungsprogramm zustande?

Wir saßen vor einem weißen Blatt Papier. Wir wollten nicht nur das Beste aus beiden Programmen vereinen, sondern ganz neu anfangen und dabei auch die Marktteilnehmer mit an Bord nehmen. Es war ein Findungsprozess, der einige Zeit gedauert hat.

Was sind die wesentlichen Neuerungen?

Zum einen haben wir ein dynamisches Programm geschaffen. Wir wollen die Qualität sowie die Standards schrittweise anheben. Zum anderen setzen wir auf regional angepasste Risikobewertungen, da die Böden in Afrika nicht gleichzusetzen sind mit jenen in Südamerika. Hierfür arbeiten wir mit einem satellitengestützten Farm-Monitoring.

Was sind die Kriterien für eine Zertifizierung?

Es gibt gewisse Pflichtkriterien, die beispielsweise die Anwendung von Chemikalien betreffen. Hier arbeiten wir mit der veröffentlichten Liste der FAO. Zusätzlich gibt es freiwillige Kriterien, unter anderem zur Arbeitssicherheit.

Mit den Worten „People & Nature“ erlangt die soziale Nachhaltigkeit im neuen Siegel mehr Gewicht als zuvor. Wie kam das?

Rainforest Alliance wird zwar in erster Linie mit der Umwelt assoziiert, aber wir hatten immer auch einen sozioökonomischen Ansatz. Wir wollen die Lebensbedingungen der Farmer verbessern und wissen, dass diese unmittelbar mit der Natur zusammenhängen. Das wollen wir auch im Logo zeigen.

Lesen Sie jetzt das komplette Interview in der Juli-Ausgabe der RUNDSCHAU.

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