Rewe-Bereichsvorstand Thomas Nonn über Vertrauen

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Unternehmen | Drucken

„Über mangelndes Interesse können wir uns nicht beschweren“: Der Bereichsvorstand der Rewe Group, zuständig für Selbstständigkeit und Genossenschaft, über die Rekrutierung neuer selbstständiger Händler, die Unterstützung für angehende Existenzgründer und das Engagement der Kaufleute innerhalb der Konzernstrukturen.

Die Zahlen sind durchaus beeindruckend: Nach einem Umsatzplus von 8,5 Prozent im Jahr 2017 erzielten die selbstständigen Rewe-Kaufleute 2018 einen Umsatzzuwachs von 9,1 Prozent. „Für uns hat die Förderung des selbstständigen Einzelhandels eine hohe Priorität. Dabei ist die kontinuierliche Ausweitung des Vertriebsnetzes der Selbstständigen ein Schlüsselfaktor“, sagt Rewe-CEO Lionel Souque. Die Zahl der Märkte der Rewe-Kaufleute in Deutschland erhöhte sich 2018 um rund fünf Prozent auf 1.718. Thomas Nonn kümmert sich bei den Kölnern als Bereichsvorstand um das Thema Selbstständigkeit und Genossenschaft.

Fördert die Rewe-Gruppe heute mehr als früher die Selbstständigkeit in den eigenen Reihen?

Rewe ist eine Genossenschaft, und das Unternehmen bekennt sich zu seinem Auftrag, unternehmerisches Potenzial zu fördern. Vor rund zehn Jahren rückte diese Zielrichtung wieder verstärkt in den Fokus. Seitdem ist der Konzern gut damit gefahren, wie die bisherigen Ergebnisse zeigen. Das Rewe-Basiskonzept wird von den Unternehmern vor Ort veredelt, sie sorgen für lokale Verwurzelung und kennen ihre Kundschaft am besten.

Anders als so mancher Wettbewerber beteiligt sich Rewe an den privatisierten Unternehmen. Verspricht das mehr Erfolg?

Selbstständige können bei Rewe auch 100 Prozent der Anteile behalten, ohne Beteiligung. Ich kenne allerdings kein besseres Modell als das von Ihnen angesprochene Partnerschaftsmodell für den Start in die Selbstständigkeit. Dadurch ist die Kapitalerfordernis geringer, gerade bei jungen Gründern ein wichtiger Punkt. Zudem macht die Beteiligung durch Rewe deutlich, dass die Kaufleute das Vertrauen der Gruppe genießen.

Woher rekrutieren Sie eigentlich neue Selbstständige?

Das größte Potenzial liegt sicherlich bei unseren Marktleitern, die sich ja gut im Geschäft auskennen und den Schritt aus dem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit machen wollen. Es gibt aber auch schon mal Kollegen…

Das komplette Interview lesen Sie in der September-Ausgabe der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel oder hier im E-Paper.

Zurück