Bell Food Group: Operatives Ergebnis deutlich gesunken

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Die Bell Food Group musste im ersten Halbjahr bei einem stabilen Warenumsatz von 2,0 Milliarden Schweizer Franken (CHF) einen deutlichen EBIT-Rückgang hinnehmen. Grund waren Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Wurstwarengeschäftes in Deutschland an die zu Tönnies gehörende Zur Mühlen Gruppe. Das Halbjahresergebnis des Schweizer Fleisch- und Convenience-Verarbeiters fiel sogar negativ aus.

Der um Fremdwährungs-, Akquisitions- und Restrukturierungseffekte bereinigte Warenumsatz der Bell Food Group bewegte sich im ersten Halbjahr 2019 mit knapp 2,0 Milliarden Schweizer Franken (CHF) auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Absatzvolumen lag mit 266,7 Millionen Kilogramm um 2,2 Prozent über dem Vorjahr. Der Convenience-Anteil am Warenumsatz der Bell Food Group erhöhte sich um rund einen Prozentpunkt auf 27 Prozent.

Mit 116,8 Millionen CHF ist das EBITDA um 19,8 Millionen CHF tiefer ausgefallen als 2018. Darin enthalten sind 10 Millionen CHF anteilige Einmalkosten für den Ausstieg aus dem deutschen Wurstwarengeschäft. Das bereinigte EBIT belief sich auf 46,0 Millionen CHF. Darin enthalten sind Sonderkosten aufgrund der Rohmaterialpreisentwicklung beim Schweinefleisch sowie Anlauf- und Umnutzungskosten in der Höhe von 12,0 Millionen CHF. Unter Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands von 35,0 Millionen CHF für den Verkauf des Wurstwarengeschäftes in Deutschland an die zu Tönnies gehörende Zur Mühlen Gruppe lag das ausgewiesene EBIT bei 11,0 Millionen CHF, gegenüber 55,2 Millionen CHF im Vorjahr.

Das Halbjahresergebnis fiel unter Berücksichtigung der Ausstiegskosten und der einmaligen Steueraufwendungen mit -9,6 Millionen CHF negativ aus. Im ersten Halbjahr 2018 war noch ein Gewinn von 36,3 Millionen CHF ausgewiesen worden.

Bei Bell Deutschland wurde aufgrund der Umnutzung des Standorts Bad Wünnenberg sowie eines rückläufigen Retailmarktes ein Warenumsatz von 197,3 Millionen CHF erreicht, was einem Rückgang um 22,0 Prozent entspricht. Das Absatzvolumen sank um 30,5 Prozent auf 25,9 Millionen Kilogramm. Darin enthalten sind der Wegfall der Mengen aus Bad Wünnenberg sowie der bewusste Verzicht auf margenschwache Sortimente im Bereich Rohschinken.

Für 2019 geht die Bell Food Group von anhaltend hohen Rohmaterialpreisen beim Schweinefleisch aus. Aus diesem Grund strebt der Konzern im zweiten Halbjahr 2019 weitere Preiserhöhungen an und plant in allen Geschäftsbereichen zusätzliche operative Fortschritte zu erzielen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Inbetriebnahme der neuen Produktionsbetriebe, der Umnutzung des Standorts Bad Wünnenberg sowie dem Verkauf des Wurstwarengeschäfts in Deutschland.

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