Bitburger verzeichnet leichtes Umsatzplus, Absatz rückläufig

Von Mirko Jeschke | Fotos: Bitburger Braugruppe | Drucken

Die Bitburger Braugruppe hat ihren Umsatz im abgelaufenen Jahr um gut ein Prozent auf 797 Millionen Euro gesteigert. Gleichzeitig ging der Absatz um 2,7 Prozent auf 6,6 Millionen Hektoliter zurück, was unter anderem auf den Verzicht auf nicht wertbasierte Mengen im Ausland zurückgeführt wird. Für 2019 plant Bitburger eine Reihe von Neuheiten. Indes hält Axel Dahm an der von der Braugruppe verfolgten Wert-Strategie fest und will durch diese eine langfristige und nachhaltige Sicherung der Premiummarken garantieren.

Angesichts einer positiven Entwicklung der Hauptmarke Bitburger hat die Bitburger Braugruppe im abgelaufenen Jahr ein Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 797,0 Millionen Euro erreicht. Das Absatzminus von 2,7 Prozent auf 6,6 Millionen Hektoliter führt das Unternehmen vor allem auf den bewussten Verzicht auf nicht wertbasierte Mengen im Ausland sowie die klare wertorientierte Strategie der Braugruppe zurück.

Die Hauptmarke Bitburger (Pils) verbuchte 2018 einen Umsatzzuwachs um vier Prozent und steigerte ihren Umsatz-Marktanteil auf 8,2 Prozent. Das im letzten Jahr eingeführte Bitburger Kellerbier hat die Erwartungen den Angaben zufolge deutlich übertroffen. Die in Kooperation mit dem Benediktiner Kloster Ettal vertriebene Weißbiermarke Benediktiner konnte erneut zweistellig zulegen. Ihren Umsatz-Marktanteil auf nun 7,8 Prozent ausgebaut hat zudem die weiter stark wachsende alkoholfreie Bitburger 0,0%-Range.

Für 2019 steht bei der Braugruppe eine Reihe von Neuheiten auf dem Programm. So soll die Marke König Pilsener künftig unter dem Dachmarken-Namen „König“ mehr Raum für weitere Bierspezialitäten, wie das im März vorgestellte König Rotbier, bieten. „Wir wollen uns bei König als Qualitätsmarke im Portfolio breiter aufstellen, um – wie mit König Rotbier – auch Konsumenten, die mildere, ungewöhnlichere Biere bevorzugen, anzusprechen“, erläutert Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe. Dahm ist zuversichtlich, die Marke König wieder auf Wachstumskurs führen zu können. 2018 musste die Marke leichte Umsatzeinbußen bei einem stabilen Marktanteil hinnehmen, vor allem bedingt durch die bei König durchgeführte Preiserhöhung und teils aggressiven Promotion-Maßnahmen des Wettbewerbs.

„Bier dauerhaft aus dem viel zu niedrigen preislichen Aktionsniveau zu führen, ist ein langer und steiniger Weg“, führt Dahm aus. Dennoch setze die Braugruppe auch weiterhin auf die klar definierte Wert-Strategie. So habe man im Exportgeschäft bewusst auf nicht werthaltige Absatzmengen verzichtet, was sich auf das Gesamt-Absatzergebnis der Gruppe negativ ausgewirkt habe. Während Köstritzer Schwarzbier nicht von dem langen und heißen Sommer profitieren konnte, hat die Marke Wernesgrüner nach ihren Preiserhöhungen nach wie vor mit der hohen Preissensibilität im Osten zu kämpfen. Mit Neuprodukten wie Köstritzer Schwarzbier Kirsche, aber auch Gebinde- und Kastenneuheiten für Wernesgrüner will das Unternehmen 2019 wieder starke Akzente für die ostdeutschen Töchter setzen. Kräftige regionale Impulse erwartet die Braugruppe auch für die Licher Privatbrauerei, die mit „Hessenquell“ eine einstige Traditions-Marke der Brauerei in diesem Jahr neu auflegt.

„Wir haben uns für 2019 viel vorgenommen und sind guter Dinge“, so Dahm. Allerdings habe gerade das letzte Quartal 2018 gezeigt, dass die Zeit der Rabattschlachten auch für Premium-Bier mit Preisen von teils unter zehn Euro noch nicht der Vergangenheit angehören. Dahm ist jedoch fest davon überzeugt, dass gerade in diesem herausfordernden Markt nur durch die von der Braugruppe verfolgte Wert-Strategie eine langfristige und nachhaltige Sicherung ihrer Premiummarken garantiert sei. „Man braucht einen langen Atem, um Bier aus der Aktionsspirale zu holen, aber wir sind sicher, dies lohnt sich – und zwar für alle Beteiligten“, betont Dahm.

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