Coca-Cola präsentiert Musterflasche aus Meeresplastik

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Coca-Cola hat eine erste Musterflasche vorgestellt, die unter Nutzung von Plastikmüll hergestellt wurde, der von Stränden und aus dem Meer stammt. In einer Partnerschaft mit mehreren Firmen wurden knapp 300 Musterflaschen produziert, bei denen 25 Prozent wiederverwertetes Meeresplastik eingesetzt wurde. Aktuell ist jedoch nicht geplant, die Musterflasche in den Verkauf zu bringen.

Der Getränkehersteller Coca-Cola hat am gestrigen Donnerstag eine erste Musterflasche vorgestellt, die unter Nutzung von Plastikmüll hergestellt wurde, der von Stränden und aus dem Meer stammt. Den Angaben zufolge beweist diese Innovation, dass eines Tages sogar die Plastikabfälle aus dem Meer wieder für Lebensmittel und Getränke verwertet werden können.

In einer Partnerschaft zwischen Ioniqa Technologies, Indorama Ventures, Mares Circulares (Circular Seas) und der Coca-Cola Company wurden knapp 300 Musterflaschen hergestellt, bei denen 25 Prozent wiederverwertetes Meeresplastik eingesetzt wurde. Das Material dafür stammt aus dem Mittelmeer und von Mittelmeerstränden in Spanien und Portugal.

Die Musterflaschen wurden laut dem Unternehmen entwickelt, um das Potenzial verbesserter Recycling-Technologien (so genanntes „Enhanced Recycling“) deutlich zu machen. Diese innovativen Verfahren ermöglichen, gebrauchtes Plastik jeglicher Qualität wieder zurück in hochwertiges Plastik zu verwandeln. Die Musterflasche ist die erste Plastikflasche, bei der Meeresplastik erfolgreich für eine Flasche von Lebensmitteln wiederverwertet wurde, heißt es.

Beim Enhanced Recycling werden die Bestandteile des Plastiks (Polymere) aufgebrochen und Verunreinigungen im Material entfernt. Danach besteht die Möglichkeit, die Einzelbausteine (Monomere) wieder zusammenzusetzen, so dass das entstehende Material so gut wie neu ist. Das bedeutet: Minderwertige Kunststoffe, die bisher häufig verbrannt oder auf Deponien gelagert wurden, können somit im Wertstoffkreislauf bleiben und wieder zur Verpackung von Lebensmitteln genutzt werden. Dies erhöht die Menge an wiederverwertbarem Material im Kreislauf. Dadurch wiederum reduziert sich die Menge an benötigtem neuem PET und damit fossilen Materialien zur Herstellung neuer Verpackungen.

Diese neuartige Flasche ist laut Coca-Cola ein Beweis dafür („Proof of Concept“), was mit innovativen Technologien künftig erreicht werden kann. In naher Zukunft wird verbessertes Recycling im kommerziellen Maßstab eingeführt werden können. Konkret heißt das: Es können Plastikabfälle aus dem bestehende Recycling-Kreislauf genutzt werden, die bisher nicht wiederverwertbar oder von minderwertiger Qualität waren.

Coca-Cola hat sich nach eigenen Angaben klare Ziele für eine Welt ohne Abfall gesetzt. Dazu gehört, dass das Unternehmen bis 2030 für jede verkaufte Flasche oder Dose wieder eine Verpackung einsammelt.

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