Discounter schließen die Reihen in Sachen Tierwohl

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Aldi Süd | Drucken

Mit Aldi stellte nun der nächste Discounter ein Vier-Stufen-Modell für Frischfleisch vor – nach Lidl, Kaufland, Netto und Penny. Die Kennzeichnung soll schon bald bundesweit eingeführt werden.

Auch Aldi Süd und Aldi Nord setzen künftig auf ein vierstufiges Modell für die Kennzeichnung von Frischfleischprodukten aus Schwein, Rind und Geflügel ein. Dieses soll ab dem 1. August schrittweise eingeführt werden, kündigten die Unternehmensgruppen an.

Damit setzen zwei weitere Discounter auf das Modell, das zunächst von Lidl eingeführt wurde. Es soll dem Verbraucher anhand von vier Kategorien, die bei Aldi „Stallhaltung“, „Stallhaltung plus“, „Außenklima“ und „Bio“ heißen, die bei jedem Produkt eingesetzten Tierwohl-Standards deutlich machen.

Erklärtes Ziel von Aldi Süd und Aldi Nord ist es, bis 2019 rund die Hälfte der Frischfleischprodukte in Eigenmarken mindestens auf die Stufe 2 – Stallhaltung plus – umzustellen. Damit gehen die Discounter „auf die Wünsche ihrer Kunden ein“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit den vorgestellten Initiativen erhöhen die Discounter den Druck auf die Fleischindustrie, die Tierwohl-Standards zu erhöhen. Sie kommen auch der Bundesregierung zuvor, die ein Tierwohl-Label plant. Dieses soll frühestens 2020 eingeführt werden.

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