Galeria Karstadt Kaufhof verabschiedet sich von Plastiktüten

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken

Schluss mit Plastiktüten. Galeria Karstadt Kaufhof hat verkündet, künftig in der gesamten Warenhausgruppe auf Kunststofftaschen zu verzichten. Einige Lebensmittelhändler, darunter Rewe, fassten diesen Entschluss allerdings schon weitaus früher.

Die Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof hat den Verzicht auf Plastiktüten erklärt. Dieser Entschluss gilt für die gesamte Unternehmensgruppe: für alle Karstadt und Kaufhof Warenhäuser, Sports sowie für Tochterunternehmen im Lebensmittel- und Gastronomiebereich. Das Ziel sei es, die letzten Bestände an Einwegplastiktüten innerhalb des ersten Halbjahres 2020 kontinuierlich zu reduzieren. Derweil arbeite das Unternehmen an nachhaltigen, wiederverwendbaren Verpackungslösungen.

„Wir haben uns nicht aus wirtschaftlichen Gründen für den Verzicht auf Plastiktüten entschieden“, sagt CEO Dr. Stephan Fanderl. „Plastiktüten passen als Verpackung einfach nicht mehr in die Zeit und auch nicht zu unserem Geschäftsmodell, das immer stärker Nachhaltigkeitskriterien umsetzen wird. Wir werden durch die massive Reduzierung von Plastikmüll einen konsequenten Beitrag zum Umweltschutz leisten.“

Lebensmittelhändler als Vorreiter

Unter zahlreichen Lebensmittelhändlern ist dieser Beitrag zum Umweltschutz bereits gängige Praxis. Rewe beispielsweise hat sämtliche Kunststofftragetaschen bereits im Juli 2016 abgeschafft und bietet gegen Entgelt stattdessen Baumwolltragetaschen, Permanenttragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten an. Der selbstständige Kaufmann Jan Meifert, Inhaber des zu Edeka gehörenden Marktes Meyer’s, hat die Plastiktragetasche am Kassentisch sogar schon Anfang 2015 verbannt.

Insgesamt lässt diese Entwicklung den Handel eine positive Bilanz ziehen. Nach Angaben der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) verringerte sich 2018 der Verbrauch um 400 Millionen auf zwei Milliarden Tüten. Fast jede fünfte Tüte konnte damit gegenüber 2017 eingespart werden. Seit Inkrafttreten der Selbstverpflichtung des Handels im Jahr 2016, die Tüten nicht mehr umsonst abzugeben, werden in Deutschland sogar knapp zwei Drittel Tüten weniger konsumiert, so der HDE.

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