Halbjahresbilanz: Tiefkühlmarkt weiter im Aufwärtstrend

Von Nilofar Eschborn | Fotos: dti/Peter Rees | Drucken

Steigender Absatz, steigender Umsatz. Der deutsche Tiefkühlmarkt ist auch 2019 weiterhin im Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Tiefkühlinstitut im Rahmen der Halbjahresbilanz. Und erneut zeigt sich: Bio-Qualität und Regionalität können auch in diesem Segment punkten.

Tiefkühlkost ist nach wie vor gefragt. Nach Berechnungen des Deutschen Tiefkühlinstituts wird der Absatz von Tiefkühlprodukten in 2019 um 1,5 Prozent auf eine Menge von 3,83 Millionen Tonnen steigen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch erhöht sich damit von 46,3 Kilogramm in 2018 auf rund 47,0 Kilogramm. In puncto Umsatz bereiten den Herstellern zwar steigende Rohstoffpreise und Logistikkosten aufgrund von Ernteausfällen und Fahrermangel Sorgen, aber dennoch erwartet das Institut einen Umsatzzuwachs von 3,5 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die Warengruppen konnten tiefgekühlte Kartoffelprodukte, Fertiggerichte und Pizzen den größten Zuwachs im ersten Halbjahr 2019 verzeichnen. Fisch, Fleisch, Obst und Snacks aus dem Tiefkühlregal bleiben hingegen etwas hinter den Erwartungen zurück. Was außerdem den Bereich der Tiefkühl-Backwaren beflügelt, ist der Trend zum Frühstück außer Haus, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit.

Bio-Qualität und Regionalität im Trend

Der zentrale Treiber beim Kauf der Tiefkühl-Produkte ist der Wunsch nach Arbeits- und Zeitersparnis beim Einkauf und beim Kochen. Gleichzeitig wächst der Anspruch an eine gesunde Ernährung und nachhaltige Produkte, wodurch sich Bio-Qualität und Regionalität auch im Tiefkühlsegment zu einem starken Trend entwickeln. Aufgegriffen wird er seitens der Hersteller durch eine bewusste Wahl der Rohstoffherkunft, etwa bei Kartoffel- und Gemüseprodukten. Weiteren Ergebnissen der Trendbefragung zufolge bleiben vegetarische und vegane Tiefkühl-Lebensmittel sowie der Trend zu zucker-, salz- und fettreduzierten Produkten weiterhin stabil, während die Vorjahrestrends Premiumprodukte, Snacks und free-from-Lebensmittel eher einen Abschwung verzeichnen.

Eine Verbandsumfrage unter Absatzpartnern zeigt außerdem, dass die Nachhaltigkeit weiterhin ein zentrales Thema für die Weiterentwicklung der Tiefkühl-Sortimente darstellt. Im Fokus stehen dabei die Klimaneutralität der Produkte, der Einsatz von recyclingfähigem Verpackungsmaterial sowie das Tierwohllabel.

Zum Tiefkühlmarkt

Tiefgekühlte Lebensmittel sind in nahezu jedem Haushalt präsent. 68 Prozent der Haushalte kaufen Tiefkühlprodukte sogar mehrmals im Monat. Wichtige Impulse für den Kauf von Tiefkühl-Produkten kommen nach Einschätzung des Deutschen Tiefkühlinstituts vor allem von etablierten Marken. Sie tragen das aktuelle Wachstum und sorgen für Wettbewerbsdruck auf die Handelsmarken durch ihre Listungen im Discount. Neue Produktkonzepte sowie neue Hersteller sorgen dabei für zusätzliche Impulse.

Die Angaben des Deutschen Tiefkühlinstituts umfassen neben tiefgekühlten Produkten im Lebensmitteleinzelhandel auch jene in Heimdiensten sowie im Außer-Haus-Markt.

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