Julia Klöckner stellt Kriterien für das staatliche Tierwohlkennzeichen vor

Von Mirko Jeschke | Fotos: BMEL | Drucken

Bundesministerin Julia Klöckner hat heute die Kriterien für das neue staatliche Tierwohlkennzeichen vorgestellt. Das Kennzeichen mit verpflichtend und überprüfbar höheren Tierschutzanforderungen wird zunächst für Schweine gelten, dann ausgeweitet werden zum Beispiel auf Geflügel.

Nachdem die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, den ressortabgestimmten Gesetzentwurf für ein dreistufiges Tierwohlkennzeichen zur Notifizierung in Brüssel vorgelegt hatte, hat sie am heutigen Mittwoch die Kriterien für das neue staatliche Tierwohlkennzeichen der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese werden Grundlage der zum Gesetz zugehörigen Verordnung sein.

Das staatliche Siegel hat zur Voraussetzung, dass nur diejenigen damit werben dürfen, die verpflichtend und überprüfbar höhere Tierschutzanforderungen, die über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen, erfüllen. Die Zeit von der Geburt bis zur Schlachtung eines Tieres wird dabei in den Blick genommen. Mindestens 20 Prozent mehr Platz für die Tiere gelten bereits in der ersten Stufe, aber auch ressourcen- und managementbezogene Kriterien liegen zu Grunde. Das Kennzeichen wird zunächst für Schweine gelten, dann ausgeweitet werden zum Beispiel auf Geflügel.

Das staatliche Tierwohlkennzeichen wird drei qualitativ aufeinander aufbauende Stufen haben, um die Vermarktungschancen zu optimieren. Pro Stufe werden die Anforderungen höher sein. Die Kriterien des Kennzeichens sind unter anderem:

· mehr Platz für die Tiere,

· mehr Beschäftigung und Raufutter,

· stärkere Buchtenstrukturierung,

· keine betäubungslose Ferkelkastration,

· längere Säugephase,

· Einstieg in den Ausstieg aus dem Schwänzekupieren,

· weitergehende Anforderungen an Eigenkontrollen,

· bessere Transportfahrzeuge ab 4 Stunden Transport,

· Tiergesundheitsbenchmarking,

· mehr Tierschutz bei der Schlachtung,

· regelmäßige Tierschutzfortbildung der Tierhalter,

· Tränken, die ein Saufen aus offener Fläche ermöglichen.

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