Nielsen-Studie: Online-Einkauf von Lebensmitteln steigt weltweit

Von Dominique Snjka | Drucken
  • Weltweit werden immer häufiger Lebensmittel im Internet bestellt.

Der Online-Einkauf von Lebensmitteln ist weltweit in den vergangenen Jahren um 15 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen. Besonders ein Faktor sorgt für Wachstum.

Obst, Käse und Eier - die Hemmschwelle mit ein paar Mausklicks den leeren Kühlschrank aufzufüllen, sinkt. Zumindest weltweit: Einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen zufolge ist der Online-Einkauf von verpackten und frischen Lebensmitteln in den letzten zwei Jahren weltweit um 15 Prozent gestiegen. Das größere Vertrauen der Verbraucher in das Ökosystem des Online-Kaufs führe laut Nielsen vermehrt zum Kauf von Produkten verschiedenster Kategorien.

Der Studie zufolge haben 93 Prozent der deutschen Verbraucher mit Internetzugang online eingekauft – nur 1 Prozent weniger als 2017 und damit nahezu stabil. 26 Prozent der digitalen Verbraucher haben weltweit frische Lebensmittel online eingekauft. Das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent zwischen 2016 und 2018. Dieser Zuwachs, den Nielsen in den letzten zwei Jahren auf rund 70 Milliarden US-Dollar weltweit schätzt, trägt zum gesamten Wachstum des FMCG-E-Commerce bei.

Den größten Anteil an Online-Transaktionen haben in Deutschland die Kategorien Mode, Bücher und Reisen (66%, 62% bzw. 54% der Verbraucher, die innerhalb dieser Kategorie eingekauft haben). Unterdessen gehören zu den Kategorien, die das stärkste Wachstum im E-Commerce verzeichnen, Videospiele, bei denen 26 Prozent der Online-Konsumenten angaben, einen Kauf getätigt zu haben (plus 7 Punkte gegenüber 2017), Veranstaltungstickets (plus 7 Punkte auf 51%) und Restaurantlieferungen (plus 4 Punkte auf 13%).

„Aus der Beobachtung der Entwicklung des E-Commerce in Pionierländern wie Südkorea, wo der Online-Verkauf mittlerweile 20 Prozent des gesamten FMCG-Sektors ausmacht, wissen wir, dass die Verbraucher einem bestimmten Muster des Online-Shopping-Verhaltens folgen", beobachtet Fred Hogen, Director Retailer Services bei Nielsen. „Mode, Bücher und Reisen sind typische Kategorien für Erstkäufer im Internet. Da ihr Vertrauensgrad aber steigt, erweitert sich ihr Repertoire in Bereiche wie Medikamente, Kosmetik und Körperpflege und bewegt sich dann weiter in Richtung Videospiele und verpackte Lebensmittel."

Die Studie gibt auch einen Hinweis darauf, wann Verbraucher offen für den Online-Kauf von verpackten und frischen Lebensmitteln sind: Wenn ihnen bestimmte Kaufoptionen und Qualitätssicherungsmaßnahmen angeboten werden. Fast die Hälfte (49%) der Verbraucher weltweit gaben an, dass eine Geld-zurück-Garantie für Produkte, die nicht den Bestellungen entsprechen, sie zum Online-Kauf anregen würde. Weitere 45 Prozent der Verbraucher werden durch den „Produktersatzservice“ am selben Tag für nicht verfügbare Produkte angelockt, während 44 Prozent nach kostenlosen Lieferservices für Einkäufe ab einem bestimmten Betrag suchen. 

 

 

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