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Nielsen-Studie zur Corona-Krise: Gewinner, aber auch Verlierer im LEH

Eine neue Studie zum Verbraucherverhalten zeigt: Vor allem Nahversorger und Supermärkte wurden in der Pandemie von den Kunden bevorzugt, Discounter weniger. Und nicht alle Sortimente haben vom Corona-Boom profitiert.

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Wort&Bild Verlag/F1online JosepSuria

Corona hat dem Lebensmittelhandel höhere Umsätze beschert, doch nicht alle Vertriebsschienen und Sortimente haben davon gleichermaßen profitiert. Das zeigt eine neue Studie des Marktforschers Nielsen.

Demnach nahm im Laufe der Pandemie die Tendenz zum Großeinkauf zu - bei Nielsen heißt das "Big Trolley". Und davon wiederum profitierten vor allem Supermärkte und kleine Verbrauchermärkte. Discounter wie Aldi, Lidl und Norma hatten laut Nielsen weitaus weniger von diesem Trend.

Auch unter den Sortimenten gab es nicht nur Gewinner. Der Verkauf von Impulsartikeln etwa hat laut Studie darunter gelitten, dass die Zahl der Supermarktbesuche insgesamt abgenommen hat. Im Drogeriebereich habe sich der Fokus der Konsumenten von Körper- zu Haushaltspflege verlagert, so Nielsen. Interessante Information am Rande: Ein Drittel der Lippenstiftnutzerinnen gab an, seit der Maskenpflicht keinen Lippenstift mehr zu nutzen.

Zu den weiteren Trends, die Nielsen ausgemacht hat, stechen drei besonders heraus:

  • Es gibt mehr One-Stop-Shopping, Konsumenten kaufen also am liebsten alles an einem Ort ein.
  • Mehr Einkäufe werden an Wochentagen getätigt. Damit wollen die Konsumenten große Menschenansammlungen vermeiden.
  • Im LEH gibt es mehr männliche Einkäufer als vor Beginn der Pandemie.

 

Laut aktueller Nielsen-Zahlen wächst der Umsatz mit Gütern des täglichen Bedarfs derzeit nur langsam. Doch die Statistiken bestätigen das Hamstern von Toilettenpapier, was der Marktforscher als Frühindikator für höhere Umsätze im LEH sieht.

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