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Wie Corona das Einkaufsverhalten verändert

Die Corona-Pandemie verändert das Verhalten der Konsumenten im Markt, zeigt eine neue Studie. Nach Wochen des Lockdown gehen sie planmäßig vor, zahlen bargeldlos und achten verstärkt auf das Haltbarkeitsdatum. Und sie kaufen mehr Süßwaren.

Corona Einkaufsverhalten POSpulse
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Von Mirko Jeschke | Fotos: POSpulse

Die Tendenz der Konsumenten, Hamsterkäufe bei Lebensmitteln zu tätigen, hat zuletzt deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich der Präferenzen im Einkaufsverhalten zu Beginn der Pandemie und circa einen Monat später. Demnach sank der Anteil derer, die beabsichtigen Vorräte anzulegen, von gut elf Prozent (Zeitraum 1: 16.-22.3.) auf nur noch rund drei Prozent (Zeitraum 2: 6.-12.4). Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsunternehmens POSpulse hervor.

Bei Fertiggerichten, Käse und Molkereiprodukten sowie Fleisch und Wurst wird indes auf längere Haltbarkeit geachtet. Zudem gaben Teilnehmer der Studie drei Wochen nach der ersten Umfrage an, deutlich mehr nach Plan einzukaufen; der entsprechende Anteil nahm von gut 30 Prozent auf knapp 39 Prozent zu. Auch die Präferenz, ohne Bargeld zu bezahlen, stieg von etwa 32 Prozent auf mehr als 56 Prozent deutlich an.

Beim Thema Süßwaren hat die Studie ergeben, dass die Corona-Krise in diesem Segment zu einer deutlich stärkeren Nachfrage geführt hat. So kaufen nun 15,5 Prozent mehr Süßwaren ein, womit sich der entsprechende Anteil gegenüber der ersten Befragung (8,8 Prozent) nahezu verdoppelt hat

Interessant auch, was sich nicht verändert hat: Die meisten Verbraucher gehen nach wie vor zweimal in der Woche einkaufen. Auch die Einkaufsdauer bleibt bislang weitestgehend unverändert. Bei den bevorzugten Einkaufsstätten gibt es eine leichte Tendenz in Richtung Vollsortimenter.

Wie die Shopper ihr Einkaufsverhalten im Hinblick auf Häufigkeit, Dauer, Ausgabenhöhe und Marktpräferenzen wegen Corona verändern, lesen Sie in der jüngsten POSpulse-Studie zum Einkaufsverhalten während der Pandemie.

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