Berentzen: Solides Wachstum und stabiles operatives Ergebnis

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen | Drucken

Angesichts eines Wachstums in allen Geschäftsbereichen konnte die Berentzen-Gruppe ihren Umsatz im vergangenen Jahr um gut drei Prozent steigern. Das operative Ergebnis des Getränkekonzerns blieb aufgrund planmäßiger Investitionen in verschiedene Bereiche auf Vorjahresniveau. Für 2020 kann indes keine belastbare Prognose mehr gegeben werden.

Die Berentzen-Gruppe hat den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2019 nach eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent auf 167,4 Millionen Euro gesteigert. Dazu hätten alle drei Geschäftsbereiche – Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme – mit Wachstumsraten zwischen 3,0 und 6,4 Prozent beigetragen. Besonders positiv habe sich erneut die Marke Mio Mio mit einem Absatzplus von 33 Prozent entwickelt.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Getränkekonzerns lag im Berichtszeitraum bei 9,8 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau. Grund hierfür waren planmäßig erhöhte Investitionen in qualifiziertes Personal, Technik und Vermarktung. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) nahm auf 18,4 (2018: 17,3) Millionen Euro zu.

„Wir freuen uns, auf ein Geschäftsjahr zurückblicken zu können, das unsere Erwartungen voll erfüllt hat“, erklärt Vorstand Oliver Schwegmann und führt weiter aus: „Umso mehr bedauern wir, dass wir heute unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der nicht einschätzbaren Auswirkungen der aktuellen Coronavirus-Pandemie zurücknehmen mussten, auch wenn wir nach wie vor vom Erfolg unserer langfristigen Wachstumsstrategie überzeugt sind.“

Laut Schwegmann wirken sich gegenwärtig insbesondere drei Faktoren belastend auf das Geschäftsjahr 2020 aus: „Erstens spüren wir bereits, dass das Gastronomiegeschäft mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Zweitens werden zunehmend Vermarktungsaktivitäten im Lebensmitteleinzelhandel nachvollziehbarerweise nicht mehr wie vereinbart umgesetzt, um nicht durch eine dadurch zusätzlich erhöhte Kundenfrequenz unnötig das Verkaufspersonal sowie die Kunden zu gefährden. Und drittens verzeichnen wir aktuell in unserem Segment Frischsaftsysteme einen immer deutlicher werdenden Rückgang bei den Bestellungen von Fruchtpressen, weil Investitionsgüter in dieser Krise sowohl für unsere Handelspartner als auch insbesondere für unsere Gastronomiekunden, wie z.B. Hotels oder Cafés, derzeit stark vermieden werden.“

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