Bonduelle-Gruppe fährt im ersten Halbjahr ein Umsatzminus ein

Von Dominique Snjka | Fotos: Unternehmen | Drucken

Die Bonduelle-Gruppe muss im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 Umsatzeinbußen hinnehmen. Während die Gruppe in Europa zulegen konnte, warteten außerhalb Europas gleich mehrere Herausforderungen.

Die Bonduelle-Gruppe kämpft mit sinkenden Umsätzen: Der französische Hersteller von Frische-Salaten und Gemüse-Konserven erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 einen Umsatz von knapp 1,41 Milliarden Euro und damit ein Minus von 1 Prozent. Wechselkursschwankungen, darunter die Abschwächung des russischen Dollars und des kanadischen Dollars haben das Wachstum gedämpft. Der Erwerb von Geschäftsaktivitäten des Gemüse- und Obstproduzenten Del Monte Anfang Juli 2018 hat mit einem Plus von 1,2 Prozent positiv zur Umsatzentwicklung beigetragen.

Während die Gruppe in der Region Europa um 1,4 Prozent auf 642,3 Millionen Euro Umsatz zulegen konnte, erwirtschaftete sie in der außereuropäischen Region 764,4 Millionen Euro Umsatz und damit ein Minus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur positiven Entwicklung in Europa haben laut Geschäftsbericht alle drei operativen Segmente der Gruppe, Konserven, Tiefkühlkost und Frische Produkte, beigetragen. Auf die Region Europa entfallen knapp 46 Prozent des Gesamtumsatzes.

Nach einem schwierigen Start in das Geschäftsjahr hätten die Segmente Konserven und Tiefkühlkost im zweiten Quartal ein starkes, solides Wachstum gezeigt. Das Segment Frische Produkte verzeichnete dagegen im zweiten Quartal ein verhaltenes Wachstum, das teilweise von den Demonstrationen in Frankreich beeinflusst gewesen sei. Frische Produkte hatten zuvor in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs von den vorteilhaften Witterungsbedingungen profitiert.

Außerhalb Europas hatte die Gruppe mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen: In Nordamerika verzögerte sich die Abwicklung einiger Verkaufsverträge mit Herstellern von Konserven und Tiefkühlkost. Neben der Gewinnung von Neukunden und der Markteinführung eines Bonduelle-Salatschalen- Sortiments in Kanada machte der Gruppe auch eine Warnung der Gesundheitsbehörden in den USA und Kanada vor dem Verzehr von Salaten zu schaffen, die alle Interessengruppen der Branche betraf, an der Bonduelle oder seine Lieferanten laut Unternehmen jedoch nicht beteiligt gewesen seien.

Die Bonduelle-Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2018/2019 bei konstanten Wechselkursen ein verhaltenes Umsatzwachstum. "Da kein internes Wachstum zu erwarten ist, wird es voraussichtlich in erster Linie durch die Akquisitionen der Geschäftstätigkeit von Del Monte und in begrenztem Umfang sowie vorbehaltlich des Abschlusses der Transaktion der Tiefkühlanlage in den USA angetrieben", teilt das Unternehmen mit.

Ende Januar hatte die Bonduelle-Gruppe bekannt gegeben, dass sie mit der amerikanischen Seneca Foods Corporation Gespräche über den Erwerb ihres Werks in Lebanon im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania aufgenommen hat.

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