Fleischindustrie im März mit Umsatzrekord

Von Sibylle Menzel | Fotos: Hans-Rudolf Schulz | Drucken

Im März war die Welt der deutschen Fleischindustrie mehr als in Ordnung: Die Branche erzielte den Rekordumsatz von 3,9 Milliarden Euro, meldet das Statistische Bundesamt.

Es ist der höchste Monatswert seit Bestehen der Erhebung: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fuhr die deutsche Fleischindustrie im März einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro ein. Dafür hauptverantwortlich waren laut Destatis steigende Erzeugerpreise für Schweinefleisch, ausgelöst durch einen großen Nachfragesog aus China. Die seit 2018 grassierende Schweinepest habe die Bestände an Schweinen in China drastisch reduziert und die Nachfrage auf dem Weltmarkt erhöht.

Das hatte bereits im Jahr 2019 einen preistreibenden Effekt zur Folge, der sich im Portemonnaie der Verbraucher bemerkbar machte: Von Mai 2019 bis Mai 2020 wurde der überdurchschnittliche Preisanstieg für Schweinefleisch von 11,2 Prozent verzeichnet. Die Preise für Fleisch- und Wurstwaren stiegen im gleichen Zeitraum insgesamt um 11,8 Prozent.

In den Monaten von Januar bis April 2020 erzielten die Schlachterei- und Fleischverarbeitungsgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Topwerte: Die Umsätze stiegen um 14,8 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro (Januar bis April 2019: 12,3 Milliarden Euro). Bis April konnte damit ein Trend fortgesetzt werden, der sich bereits im letzten Jahr abzeichnete: 2019 erwirtschafteten die 563 Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten rund 39,7 Milliarden Euro, 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

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