Forsa-Umfrage: Deutsche essen weniger Fleisch

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Pexels | Drucken

In Deutschland nimmt der Fleischkonsum weiterhin leicht ab. Während der Anteil von Vegetariern und Veganern den Ergebnissen einer Forsa-Umfrage zufolge gleich bleibt, verzichten immer mehr Fleischesser gelegentlich bewusst auf Fleisch.

Der Fleischkonsum nimmt in Deutschland weiterhin leicht ab. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen, die von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner in Auftrag gegeben wurde. Während 2015 noch 34 Prozent der Befragten angaben, täglich Fleisch und Wurst zu essen, sind es nun nur noch 26 Prozent.

Der Anteil von Vegetariern (5 Prozent) und Veganern (1 Prozent) in Deutschland bleibt dabei unverändert. Viel mehr sind es die Flexitarier, die ihre Ernährungsgewohnheiten hin zu noch weniger Fleisch verändert haben. Inzwischen bezeichnen sich 55 Prozent der Befragten als Fleischesser, die gelegentlich bewusst auf Fleisch verzichten.

Vor allem unter den Männern ist der tägliche Fleischkonsum zurückgegangen: Der Anteil sank von 39 Prozent im Jahr 2019 auf nun 32 Prozent. Unter den Frauen essen heute nur noch 20 Prozent täglich Fleisch.

Alternativen auf dem Tisch

Anstelle von Fleisch landen immer mehr pflanzliche Alternativen in den Einkaufskörben der Deutschen. Rund die Hälfte der Befragten hat schon einmal oder öfter vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten gekauft. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 61 Prozent und unter den 30- bis 44-Jährigen 64 Prozent. Drei Viertel aller Befragten geben dabei an, die Fleischalternativen aus Neugier zu kaufen. 48 Prozent tun es aus Tierschutzgründen, 43 Prozent, weil es ihnen schmeckt, und 41 Prozent sind durch den Klimaschutz motiviert.

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ernähren sich immer abwechslungsreicher. Sie probieren gerne Neues aus, es gibt laut unserer Umfrage eine bunte Vielfalt auf den Tellern“, kommentiert Klöckner die Ergebnisse. Was die Konsumenten nicht benötigen, seien staatliche Vorschriften für den privaten Einkaufszettel. „Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört nicht jeden Tag Fleisch und Wurst. Die Zahl derer, die gelegentlich bewusst darauf verzichten, hat zugenommen. Früher hat man von Sonntagsbraten gesprochen – nicht ohne Grund!“

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