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"Kunden werden womöglich nie wieder einkaufen wie früher"

Der Chef des britischen Warenhausbetreibers und Food-Händlers Marks & Spencer sieht dauerhafte Veränderungen des Konsums durch Corona. Weniger Frequenz im Supermarkt, gesünderes Essen und veränderte Online-Gewohnheiten gehören dazu.

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Marks & Spencer
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Von Marcelo Crescenti | Fotos: M&S

Steve Rowe, Chef des britischen Handelskonzerns Marks & Spencer, erwartet dauerhafte Folgen der Corona-Krise für den Lebensmittelkauf. Derzeit konsumieren die Briten gesünder, sagt Rowe: Es werden mehr Grundnahrungsmittel gekauft und auch mehr gekocht. Auf der anderen Seite kaufen die Kunden größere Packungseinheiten und die Nachfrage nach tiefgekühlten Lebensmitteln stieg allein bei Marks & Spencer um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die wachsende Populatität des Onlinekanals dürfte auch nach Corona bleiben, meint Rowe. In Großbritannien lag der Online-Anteil am Lebensmittemarkt 2019 bereits bei 7 Prozent. Seit der Pandemie sind die Umsätze förmlich explodiert, was die Anbieter freilich vor Herausforderungen stellt. Da viele Kunden von zuhause aus arbeiten ist bei Marks & Spencer der Anteil von Bestellungen über mobile Geräte deutlich gesunken, zugunsten von Bestellungen aus Destop-Computern - diese sind um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Auch in Großbritannien planen die Konsumenten nun ihre Einkäufe und kaufen weniger spontan ein. Es werden mehr frische Produkte und mehr Kräuter gekauft, sagt Rowe. Dagegen verkauft der Warenhausbetreiber "deutlich weniger Anzüge und Krawatte", so der Manager.

Ab September kooperiert Marks & Spencer mit dem Lebensmittel-Onlinehändler Ocado. Durch die Frequenzverluste in den Läden sind die Lebensmittelumsätze  des Unternehmens von März bis Mai um rund 9 Prozet zurückgegangen.

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Food und Non-Food: Eine Filiale von Marks and Spencer.

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