Fairtrade: Umsatz wächst weiterhin zweistellig

Von Nilofar Eschborn | Fotos: RUNDSCHAU | Drucken
  • "Fairtrade" "Anuga"

    Der Verein TransFair gibt die Fairtrade-Halbjahreszahlen auf der Anuga in Köln bekannt.

Verbraucher greifen zunehmend zu fair gehandelten Produkten. Das spiegelt das Umsatzplus von Fairtrade in Höhe von 15 Prozent wider, das der Verein TransFair im Rahmen der Weltleitmesse Anuga bekanntgab. Als besonders absatzstarke Produkte erwiesen sich Röstkaffee, Bananen, Fruchtsaft und Kakaobohnen.

Der Verein TransFair hat im Rahmen der Anuga, Weltleitmesse für Lebensmittel, die aktuellen Halbjahreszahlen vorgestellt. Demnach wuchs der Fairtrade-Umsatz um 15 Prozent. Vor allem Röstkaffee mit 10.900 Tonnen und damit einem Zuwachs von 10,6 Prozent sowie Bananen (72.000 Tonnen, plus 51,6 Prozent) und Fruchtsaft (8 Millionen Liter, plus 3 Prozent) erwiesen sich als absatzstark. Einen besonders starken Zuwachs um 91,8 Prozent verzeichnet TransFair zudem bei Kakaobohnen mit 24.000 Tonnen. Dieser ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Discount-Eigenmarken auf Fairtrade-Kakao umgestellt haben.

Neue Rohstoffsiegel ab Ende Oktober

Neben den Halbjahreszahlen hat TransFair außerdem neue Rohstoffsiegel vorgestellt. Jene für Kakao, Zucker und Baumwolle wurden nun auch für Reis und Blumen eingeführt. So können Hersteller auch auf die Fairtrade-Qualität hinweisen, wenn sie ausschließlich für einen der enthaltenen Rohstoffe gilt. Die ersten Produkte mit dem neuen Siegel sind ab Ende Oktober im Handel erhältlich, so der Verein.

Wachsendes Engagement auf Herstellerseite

TransFair betont außerdem, dass Unternehmen zunehmend auf neue Konzepte für mehr Transparenz setzen, um dem wachsenden Informationswunsch der Verbraucher gerecht zu werden. Hierzu zählen etwa Tchibo mit dem Qbo-Röstkaffee, bei dem Kunden die Herkunft des Kaffees via GPS-Koordinaten nachvollziehen können, die Koakult GmbH mit dem Bio-Wachmacher-Kakao Koawach, der ausschließlich aus fairen Zutaten besteht, und die Rewe Group, die physisch rückverfolgbaren Saft in die Märkte bringt.

Zurück

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren ...