Fusion von Rewe und Lekkerland freigegeben

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken

Rewe und Lekkerland dürfen fusionieren. Nachdem das Zusammenschlussvorhaben am 8. Juli 2019 eingegangen ist, wurde die Übernahme nun durch das Bundeskartellamt freigegeben. Für andere Länder gab die Europäische Kommission den Erwerb von Lekkerland durch Rewe bereits im August frei.

Die Rewe Group kann den auf die Belieferung von Tankstellen und Kiosken spezialisierten Großhändler Lekkerland erwerben. Die Übernahme wurde am heutigen Mittwoch vom Bundeskartellamt freigegeben. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, begründet die Entscheidung wie folgt: „Im Bereich Großhandel mit Lebensmitteln kommen Rewe und Lekkerland auch gemeinsam nur auf unbedenkliche Marktanteile von unter 10 Prozent.“

Betrachte man verschiedene Kundengruppen, seien die Beteiligten in dem Segment der Belieferung von Tankstellen und sonstigen Convenience-Geschäften, insbesondere Kiosken, gemeinsam der mit Abstand stärkste Anbieter. Allerdings liege die Steuerungsmacht darüber, welche Produkte in den Regalen der Tankstellen platziert werden, überwiegend bei den Mineralölgesellschaften, sodass die Handlungs- und Preissetzungsspielräume beschränkt sind.

Gerade im Hinblick auf die starke Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel habe das Bundeskartellamt die Beschaffungsseite sehr genau abgeklopft: „Gegenüber den Herstellern und Lieferanten ist Rewe nach Edeka und neben der Schwarz-Gruppe einer der drei größten Abnehmer für den Lebensmitteleinzel- und -großhandel in Deutschland. Allerdings bleibt der Zuwachs durch Lekkerland mit insgesamt unter 0,5 Prozent gering.“

Zusammenschluss in anderen Ländern bereits freigegeben

Für andere Länder – darunter Spanien, Portugal, Belgien, die Niederlande und Luxemburg – hat die Europäische Kommission den Erwerb von Lekkerland durch Rewe bereits am 7. August 2019 freigegeben. Das Zusammenschlussvorhaben ist am 8. Juli 2019 eingegangen.

Der Umsatz der Lekkerland-Gruppe belief sich 2018 auf rund 5 Milliarden Euro in Europa, von denen 3 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet wurden. Die Rewe-Gruppe erzielte 2018 Umsätze von 37 Milliarden Euro in Deutschland und 52 Milliarden Euro in Europa. Seit 2016 beliefert letztere Gruppe auch Aral-Tankstellen, teilweise im Rahmen des Konzeptes Rewe To Go.

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