Studie: Immer mehr Verbraucher wollen Fleischkonsum überdenken

Von Mirko Jeschke | Fotos: Appinio | Drucken

Laut einer Studie wollen 33 Prozent der Befragten aufgrund der Corona-Fälle bei Tönnies ihren Fleischkonsum überdenken. Dabei steht für knapp die Hälfte die Fleischherkunft stärker im Fokus, ein Viertel will vermehrt auf Bio- oder Demeter-Qualität setzen.

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat untersucht, welchen Einfluss der jüngste Skandal bei Tönnies auf den Fleischkonsum der Deutschen hat. Im Ergebnis wollen 33 Prozent der Befragten aufgrund der Corona-Fälle bei dem Fleischkonzern über eine Veränderung ihres Fleischkonsums nachdenken – davon sagen sogar 15 Prozent, dass sie das auf jeden Fall zu einer Veränderung anstößt. Zusätzlich tendieren 24 Prozent der Deutschen mit "eher ja" dazu, ihren Konsum zu überdenken.

Knapp die Hälfte der Deutschen (47 Prozent), die ihren Fleischkonsum überdenken wollen, geben an, in Zukunft mehr auf die Herkunft des Fleisches achten zu wollen. 24 Prozent möchten dabei mehr auf Bio- oder Demeter-Qualität setzen, während 22 Prozent beim Schlachter ihres Vertrauens einkaufen wollen. Zehn Prozent der Deutschen geben sogar an, ab sofort vegetarisch oder vegan leben zu wollen, während zwölf Prozent diese Ernährungsform bereits leben.

Mit Blick auf eine mögliche zweite Welle der Pandemie glaubt die große Mehrheit der Deutschen (82 Prozent), dass diese kommen wird. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) gibt an, sich aufgrund dessen sehr große Sorgen zu machen. 24 Prozent sorgen sich, während sich 26 Prozent eher Sorgen machen. Damit sind es 72 Prozent der Deutschen, die sich aufgrund einer möglichen zweiten Welle sorgen. Ein kleiner Teil von sieben Prozent der Befragten gab dagegen an, sich überhaupt keine Sorgen zu machen.

In der Vorwoche nahm der vermehrte Einkauf von Mundschutz, Desinfektionsmittel und sonstigen Artikeln wie Einweghandschuhe ab – in dieser Woche konnten jedoch laut Appinio alle Kategorien wieder eine Zunahme verzeichnen. Einzig der Kauf von Toilettenpapier bleibt konstant. Auch Hamsterkäufe nehmen wieder leicht zu. So ist der Anteil derjenigen, die einen Vorratseinkauf erledigt haben und derjenigen, die das noch vorhaben, um ein bzw. zwei Prozentpunkte gestiegen (24 Prozent & 14 Prozent). 56 Prozent der Hamsterkäufer geben dabei an, dass ihr Vorrat für rund zehn Tage halten würde.

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