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Studien: Shopper zu Plastikverbot und Nachhaltigkeit am PoS

Am 3. Juli tritt das EU-Einwegplastik-Verbot in Kraft, nach Studienlage erwarten die Deutschen positive Auswirkungen. Generell ist ihnen Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf immer wichtiger.

Von Johanna Wies | Fotos: Pixabay

Ab dem 3. Juli gilt in der EU ein Verbot von Einwegplastik-Produkten, wie beispielsweise Trinkhalmen, Luftballonstäben oder Einweggeschirr. Zudem dürfen Produkte wie To-go-Becher oder Einweg-Behälter aus Styropor nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. 71 Prozent der Deutschen glauben, dass diese Maßnahme eine positive Auswirkung auf den Umweltschutz allgemein haben wird. Dass ihnen das Einsparen von Plastikmüll wichtig ist, sagen 83 Prozent der Befragten. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Keine Einschränkungen durch Verzicht von Einweg-Plastikprodukten

Auf alltägliche Einweg-Plastikprodukte zu verzichten, würde zumindest der Mehrheit der Deutschen nach eigener Aussage nicht schwer fallen: 72 Prozent der Befragten geben an, dass das Verbot sie in ihrem Alltag eher nicht stark beziehungsweise überhaupt nicht stark einschränken würde. Aber immerhin noch jeden Fünften (21 Prozent) würde es eher oder sehr stark einschränken. Besonders die Jüngeren sprechen von einer Einschränkung (18- bis 24-Jährige: 25 Prozent sowie 25- bis 34-Jährige: 26 Prozent).

Ergriffene Maßnahmen zur Einsparung von Plastikmüll

Das Bewusstsein der Deutschen für das Einsparen von Plastikmüll ist offenkundig vorhanden. Bei der Frage, wie häufig bestimmte Maßnahmen zur Einsparung von Plastikmüll ergriffen werden, antworten die Deutschen am häufigsten (77 Prozent), immer oder oft Stoffbeutel anstatt Plastiktaschen zu verwenden. 67 Prozent sagen, immer oder oft auf Einweggeschirr beim Picknicken oder Grillen im öffentlichen Raum zu verzichten. 65 Prozent sagen, immer oder oft Mehrweg- anstatt Einwegflaschen zu kaufen, und 52 Prozent vermeiden immer oder oft Essen zum Mitnehmen.

Am nachlässigsten hingegen sind die Deutschen beim Verzicht auf Plastik bei der Körperpflege, bei unverpackten Lebensmitteln und bei Coffee-to-go: 45 Prozent aller Befragten geben an, selten oder nie Plastik bei der Körperpflege, beispielsweise die Verwendung fester Seife anstatt Duschgel, einzusparen.

Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf zunehmend wichtiger

Auch eine aktuelle POSpulse-Studie belegt: Nachhaltigkeit ist den Verbrauchern beim Lebensmitteleinkauf immer wichtiger. Laut der Studie achten beim Einkauf 40 Prozent der Befragten auf Bio- und 30 Prozent auf Fairtrade-Siegel. Vor allem bei Fleisch (54 Prozent), Obst/Gemüse (52 Prozent) und Eiern (45 Prozent) wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Weitere 34 Prozent versuchen, Plastik zu vermeiden, 71,5 Prozent könnten auf Einmal-Obst/ Gemüsetüten verzichten, 50 Prozent nutzen bereits generell keine Plastiktüten und 56,6 Prozent wünschen sich mehr größere Verpackungen / Mengen, um nachhaltiger zu konsumieren.

Abschließend ist festzustellen, dass laut der POSpulse-Studie für 58 Prozent das Thema Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf in den vergangenen Monaten wichtiger geworden ist.

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