Afrikanische Schweinepest: Verzehr von Schweinefleisch ist sicher

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Pixabay | Drucken

In Brandenburg ist bei einem Wildschwein der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland aufgetreten. Der Verband der Fleischwirtschaft betont zwar, dass der Verzehr von Schweinefleisch sicher sei, befürchtet jedoch direkte Folgen für das Exportgeschäft.

Am heutigen Donnerstag hat es Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, bestätigt: Bei einem Wildschwein in Brandenburg, wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ist der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland aufgetreten. Einerseits geben die Ministerin sowie auch der Verband der Fleischwirtschaft Entwarnung: „Für den Menschen besteht keinerlei Gefahr. Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse können weiterhin unbedenklich verzehrt werden“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Für infizierte Tiere sei ASP andererseits fast immer tödlich. Oberste Priorität habe also nun die Bekämpfung und Eindämmung der Tierseuche, um eine weitere Verbreitung bei Wildschweinen zu verhindern. Auch die Einschleppung in Hausschweinebestände soll auf diese Weise ausgeschlossen werden.

Folgen für Deutschlands Export

Der Verband betont außerdem, dass das infizierte Wildschwein auch direkte Auswirkungen auf den Export in Drittländer hat. „Es ist davon auszugehen, dass kurzfristig die Drittlandslieferungen aus Deutschland in Märkte wie China, Japan und Korea vollständig zum Erliegen kommen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Insbesondere Produkte, die hierzulande so gut wie nicht nachgefragt werden, seien von einem Exportstopp betroffen. Dazu zählen z. B. Pfoten, Ohren, Schwänzchen und Knochen. „Diese Teilstücke werden in vielen Absatzmärkten als Delikatessen angesehen und ihre Vermarktung trägt zu einer nachhaltigen Nutzung und Wertschöpfung in der Fleischproduktion bei. Durch den Exportstopp können diese meist nicht mehr als Lebensmittel vermarktet werden. Infolge dessen ist mit einer starken Beeinflussung der Absatzströme des Schweinefleischmarktes zu rechnen.“

Aus diesem Grund fordert der Verband, dass neben einer effizienten Seuchenbekämpfung schnellstmöglich Vereinbarungen mit Drittländern zur Wiederaufnahme des Handels mit Schweinefleisch getroffen werden, damit aus den übrigen Regionen in Deutschland weiterhin Schweinefleisch exportiert werden kann.

Zurück