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(Anzeige) Warenkunde Whisk(e)y: Die Welt des Whisk(e)ys

Wo es Getreide gibt, gibt es auch ihn: den Whisk(e)y! Weltweit beliebt zeigt er sich in Herkunft, Stilistik und Aromatik überaus facettenreich – und am PoS erfolgreich.

Von Alexander Thürer | Fotos: Brown-Forman

Redet man über Whisk(e)y, redet man nie nur über ein Land oder nur eine einzelne Spirituose. Immerhin gibt es kaum einen Teil dieser Welt, in dem er nicht zu Hause ist. In der Wahrnehmung vieler Kunden ist noch immer der Scotch das Maß der Dinge, und seine Herstellung ist den meisten gut bekannt. Wasser, Gerstenmalz (100 % im Falle des Single Malt), Hefe, eine mindestens dreijährige Lagerung in Eichenholzfässern, ein Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-% und der Verzicht auf Zusatzstoffe bilden den weithin akzeptierten Rahmen dieses Klassikers, zu dem auch der Benriach Speyside Single Malt Scotch zählt. Mit ihren Spielarten Blended und Single Malt nimmt die Kategorie Scotch stolze 77 Prozent des Absatzes im Super-Premium-Segment ein, wobei die Malt Whiskys mit 47 Prozent weit vorn liegen.

Kein Super-Premium ohne American

Doch schon auf Rang zwei hinter dem Scotch Whisky rangieren im Super-Premium-Segment Whiskeys aus den USA (16 %), die sich grob in die KateZuckerahorns, das sogenannte Charcoal Mellowing. Zu Vertretern dieser Kategorie zählt beispielsweise Jack Daniel’s Gentleman Jack.gorien Bourbon, Tennessee, Rye und Corn unterteilen lassen.

Das Bourbon Law definiert hierbei die Standards, so zum Beispiel die eines Bourbon wie etwa des Woodford Reserve: Dieser muss mindestens 51 Prozent Mais in der Maische enthalten, darf auf maximal 80 Vol.-% destilliert werden, jedoch nur mit maximal 62,5 Vol.-% ins frische, ausgekohlte Eichenfass wandern. Abgefüllt wird bei mindestens 40 Vol.-%, Zusatzstoffe sind verboten. Die Besonderheit des Tennessee Whiskeys ist die zusätzliche Filtration durch Holzkohle des Zuckerahorns, das sogenannte Charcoal Mellowing. Zu Vertretern dieser Kategorie zählt beispielsweise Jack Daniel’s Gentleman Jack.

Voll im Trend: Irish Whiskey

Weltbekannt, jedoch erst in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewinnend, ist der Irish Whiskey, dessen Richtlinien auf das Jahr 1880 zurückgehen. Die wichtigsten Unterschiede liegen in der Maische, die aus gemälzter und ungemälzter Gerste besteht, und in der Anzahl der Brennvorgänge, denn Irish Whiskey wird bis auf wenige Ausnahmen dreifach destilliert, was ihn weicher und zugänglicher macht.

Dass das immer mehr Anklang findet, beweist ein Blick auf die Absatzentwicklung. Gut 18,1 Prozent können die Iren im Vergleich zum Vorjahr zulegen, was ihnen einen Anteil am Gesamtabsatz von elf Prozent beschert. Und auch immer mehr neue Player kommen auf den deutschen Markt, so etwa der Slane Irish Whiskey.

Den Rest des Marktes teilen sich Whiskys aus aller Welt, etwa aus Kanada oder Japan, die man trotz ihrer leichten Nischigkeit zweifelsohne zu den fünf großen Whiskyfamilien zählen kann. Natürlich gibt es auch hier einige Besonderheiten. So sind die Kanadier berühmt für ihre kräftigen Rye Whiskys.

Ebenfalls wissenswert: Kanadischer Whisky kann Karamell, Aromastoffe oder sogar Fruchtextrakte enthalten. Am freizügigsten sind weltweit jedoch die Japaner. Technisch orientieren sie sich zwar stark am schottischen Vorbild, doch als einzige wichtige Regel gilt kurz gesagt nur: Er muss aus Japan stammen.

WHISK(E)Y AM POS: SO GEHT ES RICHTIG!

Zeigen Sie mit einem tiefen Sortiment gegenüber dem Kunden Whisk(e)y-Kompetenz. Beim Aufbau sollten Sie im Regal
folgende Sortierung berücksichtigen:

Nach Herkunft:
Konkrete Ortsangaben repräsentieren einen speziellen Whisk(e)y-Stil (z.B. Irish, Scotch, American, Canadian), dessen Eigenarten und Geschmack die Kunden in der Regel vor Augen haben. Das gilt vor allem für populäre Herkunftsländer wie die USA, Schottland und Irland. Unterteilen Sie das Sortiment daher nach Regionen!

Nach Marken:
Bilden Sie innerhalb der Regionen übersichtliche Markenblöcke! Diese sollten zudem anschaulich gekennzeichnet werden, beispielsweise durch den Einsatz kleiner Nationalflaggen. Orientieren Sie sich bei der Gewichtung der Zusammenstellung an Ihren Abverkaufszahlen und den generellen Marktanteilen.

Nach Regalzonen:
Einige Marken sind den Verbrauchern durch hohe Werbepräsenz gut bekannt. Platzieren Sie diese gut sichtbar am Regalanfang. Am PoS wählen Sie hierfür optimalerweise die Sicht- bzw. Greifzone. Whisk(e)ys im Preiseinstiegsbereich gehören hingegen in die Bückzone, hochpreisige in die oberen Regalböden.

Bild: Brown-Forman
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