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Erdbeerernte startet - Gemüse teilweise 70 Prozent teurer

Während die Erdbeerernte in Deutschland so früh wie selten begonnen hat, sind die Preise für viele Gemüsesorten nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) teilweise deutlich gestiegen - um bis zu 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Von Martina Kausch | Fotos: Rundschau

Dank Tagestemperaturen von über 20 Grad Celsius hat in Deutschlands Südwesten die heimische Erdbeerernte begonnen. Ab Anfang Mai soll auch im Osten die erste Ware aus geschütztem Folienanbau und im Südwesten aus dem Freiland in den Verkauf kommen.

Während der Erdbeerernte aus Deutschland sind die Preise für deutsche Erdbeeren in der KW 17 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gesunken. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat aber bei Gemüsesorten teilweise enorme Preissteigerungen festgestellt.

Besonders hoch sind die Steigerungen bei Zucchini (aktueller Preis: 2,70 EUR/kg /+70 %) und Paprika-Mix (5,51 EUR/kg /+70 %). Bei Radieschen (0,70 EUR/Bund) beträgt die Steigerung 43 Prozent, bei Kopfsalat (1,32 EUR/St.) 30 Prozent, bei Rispentomaten (2,68 EUR/kg) 26 Prozent. Blumenkohl (2,44 EUR/St.) ist 25 Prozent teurer geworden, bei anderem Gemüse sind die Preissteigerungen weniger hoch (Feldsalat 9 EUR/kg / +12 %), Salatgurken 0,49 EUR/St (+8 %).

Der weiße Spargel aus Deutschland kostete in KW 17 9,67 Euro pro Kilogramm, dies entspricht einer Preissteigerung von 38 Prozent gegenüber der KW 17 des Vorjahres. Hier spielen vielerorts immernoch fehlende Erntehelfer und deswegen geringere Erntevolumina eine Rolle.

Zur aktuellen Situation sagt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner im RUNDSCHAU-Interview: "Es mag sein, dass manche Ernten dieses Jahr kleiner ausfallen oder es nicht die gewohnte Vielfalt gibt. Sollte es deshalb zu Preissteigerungen kommen, müssen aber auch die Produzenten etwas davon haben. Ich erwarte ganz klar, dass ein fairer Anteil bei unseren Landwirten ankommt, wenn die Händler die Endverbraucherpreise erhöhen sollten."

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