Lidl fordert Ende des Bananen-Preiskampfs

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Lidl | Drucken
  • "Banane" "Lidl" "Fairtrade" "Entwicklungsminister" "Grüne Woche"

    Auf der Grünen Woche (v.r.): Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Claudia Brueck (TransFair) und Matthias Oppitz (Lidl).

Als erster Händler hat sich Lidl dazu entschieden, seine konventionellen Bananen auf teurere Fairtrade-Bananen umzustellen. Doch aktuell sind die Preise für die gelbe Frucht im Keller. Deshalb fordert der Discounter faire Preise statt Preiskampf.

Die Umstellung auf Faitrade "geht nur über eine Erhöhung des Einkaufspreises für Bananen, für die wir uns bewusst entschieden haben", sagt Matthias Oppitz, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl Deutschland, während einer Diskussionsrunde auf der Grünen Woche. Seit der Ankündigung von Lidl, den Einkaufspreis zu erhöhen, ist allerdings im deutschen Handel ein Preiskampf entbrannt. "Im Sinne der Bananenerzeuger muss jetzt ein Umdenken im Handel stattfinden. Niedrige Preise können nicht die Lösung sein", so Oppitz.

Für eine langfristige Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Bananenanbauländern benötige es das Engagement des gesamten Handels, sagte Oppitz. Erst durch klare Zusagen aller relevanten Akteure könne in den Produktionsländern der konventionelle Bananenanbau auf Fairtrade umgestellt werden.

Sein Plädoyer für mehr Fairness wurde von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) unterstützt: "Der gesamte Einzelhandel muss nachziehen. Hungerlöhne und Kinderarbeit müssen der Vergangenheit angehören." Derzeit stammt nur jede zehnte in Deutschland verkaufte Banane aus fairem Anbau. Bei Anbietern wie Aldi, Kaufland oder Edeka werden derzeit Bananen teilweise für weniger als 90 Cent pro Kilo angeboten.

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