Online-Handel mit Lebensmitteln: 3 Fragen an Picnic

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken

Dem Online-Handel mit Lebensmitteln wird ein starkes Wachstumspotenzial zugerechnet. Frederic Knaudt, Deutschland-Chef des Online-Supermarktes Picnic, verrät im Gespräch mit der RUNDSCHAU, worauf es im Online-Geschäft mit Lebensmitteln ankommt.

Herr Knaudt, welche Eigenschaften müssen Online-Supermärkte haben, um erfolgreich zu sein?

Ein großes Thema bei Verbrauchern ist der Preis. Sie akzeptieren keine Liefergebühr bei Lebensmitteln. Der zweite Knackpunkt ist die Umständlichkeit. Ein Online-Shop für Lebensmittel muss einfach aufgebaut sein, der Kunde muss sich leicht zurechtfinden können. Immerhin bestellt man hier, anders als vielleicht bei Zalando und Co, schnell mal rund 30 Artikel. Und dann wäre da noch der Faktor Zeit: Lieferzeitfenster von bis zu vier Stunden sind für den Kunden einfach nicht attraktiv. Wir begrenzen es deshalb auf 20 Minuten.

Wie stellt Picnic es an, die Lieferzeitfenster so klein zu halten?

Wir orientieren uns an dem Milchmann-Prinzip. Während andere Anbieter eine Art Taxi-Modell gewählt haben und im Zickzack durch die Straßen fahren, fahren wir jede Straße nur einmal an. Bei Picnic werden die Bestellungen am Vortag bis 22 Uhr angenommen und der Kunde erfährt auf dieser Basis, wann er die bestellten Lebensmittel am Liefertag erhält.

Das Liefergebiet von Picnic wird auf Düsseldorf ausgeweitet. Hegen Sie denn noch weitere Expansionspläne?

Dieses Jahr fokussieren wir uns noch auf Nordrhein-Westfalen. Aktuell haben wir hier ein Kühllager, mit dem wir rund zehn Städte bedienen können. Bald soll noch ein zweites im Ruhrgebiet hinzukommen, so viel kann ich verraten.

Über Picnic

Der Online-Supermarkt Picnic wurde 2015 in den Niederlanden gegründet und ist hierzulande seit 2018 präsent. Das Unternehmen verspürt ebenfalls eine gestiegene Nachfrage seitens der Kunden in Zeiten des Coronavirus, kann den Lieferdienst aber aktuell wie gewohnt fortsetzen.

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