Gegen Amazonas-Rodungen: Rewe Group setzt auf europäisches Soja

Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen | Drucken
  • "Donau Soja" "Rewe Group"

    Sojabohnen im Anbau

Unternehmen, die als mitverantwortlich für die Brände im Amazonas-Gebiet gelten, standen zuletzt massiv in der Kritik. Die Rewe Group hat nun einen Schritt getan, um sich von den Rodungen zu distanzieren und setzt auf zertifiziertes europäisches Soja anstatt auf Importe aus Südamerika. Ziel sei es, die Lieferketten der Rewe Group bis 2020 komplett entwaldungsfrei zu gestalten.

Die Rewe Group hat den Import von Sojaschrot aus Südamerika reduziert, um den Rodungen im Amazonas-Gebiet entgegenzuwirken. Stattdessen kommt in den Lieferketten für Eigenmarken-Eier, -Milch und frisches Geflügelfleisch nun zertifiziertes Soja aus Europa zum Einsatz. Hier wird es in erster Linie als Futtermittel für die Produktion von Fleisch-, Eier- und Molkereierzeugnissen gebraucht.

Zum Schutz des Regenwaldes

Der gestiegene Bedarf an Sojabohnen hat dazu beigetragen, dass für den flächenintensiven Anbau Teile des Regenwaldes und damit auch Lebensraum für einige Pflanzen- und Tierarten zerstört wurde. Das Abholzen der Wälder setzte wiederum große Mengen an Treibhausgas frei. Diesen Auswirkungen für die Umwelt möchte die Rewe Group entgegenwirken.

„Dank unseres Engagements für den Anbau von europäischem Soja in den letzten Jahren ist bereits der gesamte Soja-Fußabdruck unseres Eigenmarkensortiments für Eier, Milch und frisches Geflügelfleisch bei Rewe und Penny zertifiziert entwaldungsfrei“, sagt Marcel Weber, Geschäftsleitung Ware Eigenmarke National & International der Rewe Group. Der Soja-Fußabdruck meint dabei die eingesetzte Menge an Soja-Futtermittel in tierischen Produkten.

Engagement für Soja-Anbau in Europa

Das zertifiziert entwaldungsfreie Soja stammt aus der Zupanja-Region in Kroatien. Gefördert wurde der Anbau seit 2015 von dem Verein Donau Soja, in dem die Rewe Group als Gründungsmitglied fungiert, in Zusammenarbeit mit rund 220 Landwirten. Inzwischen konnten hier 55.000 Tonnen Soja gewonnen werden.

Neben der Förderung des Anbaus von europäischem Soja setzt sich die Rewe Group außerdem für die Nutzung alternativer heimischer Eiweißquellen sowie die Zertifizierung von nicht substituierbarem Soja aus Südamerika ein.

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