Online-Lebensmittelhandel: Gekommen, um zu bleiben

Von Marcelo Crescenti | Fotos: Sparwelt.de/hakinmhan | Drucken
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    Der Online-Lebensmittelkauf bleibt auch nach Corona populär.

Die Corona-Krise macht den Online-Lebensmittelkauf populär. Laut einer Studie wollen gut zwei Drittel der Konsumenten auch nach dem Ende der Pandemie Lebensmittel über Internet bestellen. Dafür müssen Händler ihre Lieferkette im Griff haben.

Laut einer Umfrage des Technologieanbieters Blue Yonder haben 33 Prozent der Befragten während der Corona-Krise Lebensmittel im Netz bestellt. 67 Prozent wollen das auch nach der Krise tun. Insgesamt sind demnach seit Beginn der Krise die Ausgaben für Lebensmittel gestiegen: Mehr als 40 Prozent haben dafür mehr ausgegeben.

Für 61 Prozent ist während der Krise der Preis weiterhin das wichtigste Kaufkriterium. Vor der Krise waren es noch 69 Prozent, die den Preis als ausschlaggebend angaben. Die Warenverfügbarkeit ist für  60 Prozent entscheidend.

Für Lebensmittelhändler bringt der Trend zum Onlinekauf neue Herausforderungen mit sich. Sie müssen nicht nur Zustelldienste etablieren, sondern auch prognostizieren, wie viel Ware sie online verkaufen können, die vorher klassisch im Supermarkt gekauft wurde, sagt Michael Feindt, Chief Scientist bei Blue Yonder. Sie müssen zudem sehr genau abschätzen können, wie viel Geld Verbraucher online für Lebensmittel ausgeben wollen.

Laut Feindt brauchen Händler die richtige Technologie, vor allem künstliche Intelligenz, um vorherzusagen, welche Ware sie in welcher Zielgruppe zu welchem Preis und zu welchem Zeitpunkt am besten absetzen können.

Blue Yonder hat die Studie im März und April 2020 durchführen lassen. Die Resultate für Deutschland basieren auf 1000 Online-Interviews.

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